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Vorentscheidung zur Wahl der Deutschen Weinkönigin: Ahrweinkönigin Michelle Skruth steht nicht im Finale

Vorentscheidung zur Wahl der Deutschen Weinkönigin : Ahrweinkönigin Michelle Skruth steht nicht im Finale

Da half alles Daumendrücken der Ahrtaler Fangemeinde und auch eine gute Präsentation vor der 70-köpfigen Jury nichts: Ahrweinkönigin Michelle Skruth aus Bachem schied am Samstag aus und gehört nicht zu den sechs Finalistinnen, die am Freitag nach der Krone der Deutschen Weinkönigin greifen.

Da waren es nur noch sechs und leider gehört die Favoritin des gesamten Ahrtals, Michelle Skruth aus Bachem, nicht mehr dazu. Tausende Daheimgebliebene drückten der 25-jährigen Ahrweinkönigin beim Vorentscheid die Daumen, damit sie es ins Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin am Freitag, 30. September, in der Mainzer Rheingoldhalle schafft. Eine Riesen-Fangemeinde, darunter auch die Mama, die exakt 25 Jahre vor „Mitchel“ Bachemer Ortsweinkönigin war, reiste mit in die Landeshauptstadt.

In der von Oliver Piel vom Ahrwein e.V. gegründeten WhatsApp-Gruppe „Live aus Mainz“, geziert mit der Krone der Ahrweinkönigin, machten die Fotos des Fanclubs derweil schon am Nachmittag die Runde. „Top Plätze“, kommentierte die ehemalige Deutsche Weinkönigin Mandy Großgarten aus Dernau, als sie sah, wo die Ahrtaler in der Festhalle sitzen. Und: „Bin jedes Jahr fast so aufgeregt, als ob ich selbst auf die Bühne müsste. Mitchel wird das rocken.“ Derweil hielt Mama Skruth mit Familie und Freunden das Plakat „Michelle – der Beste Frühburgunder der Ahr, Jahrgang 1991“ hoch, an der Seite prangte das Banner „Queen Michelle – unser kleines großes Gewächs“.

Um 17.16 Uhr dann die Nachricht: „Die Befragung beginnt“. Jeder wusste, jetzt wird es ernst. „Gute Antworten und keine große Nervosität erkennbar“, kam mit dem Hinweis um 19.04 Uhr: „Die Abstimmung läuft.“ Dann, um 19.23 Uhr, erreichte das Tal die traurige Gewissheit: „Michelle steht leider nicht im Finale.“ Alexander Kohnen, Chef des International Wine Institutes, brachte es auf den Punkt: „Schade! Eine mehr als würdige Repräsentantin.“

Alle 13 Gebietsweinköniginnen der deutschen Weinanbaugebiete hatten sich dem Urteil der 70-köpfigen Jury gestellt. „Es war ein sehr knappes Ergebnis“, so ein Sprecher des Deutschen Weininstituts. Folgende Finalistinnen greifen dann am Freitag nach der Krone: Lena Endesfelder (Mosel), Clarissa Peitz (Nahe), Mara Walz (Württemberg), Christina Schneider (Franken), Louisa Follrich (Rheingau) und Anja Antes (Hessische Bergstraße).