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Bad Neuenahr-Ahrweier: Experten entdecken teildetonierte Weltkriegsbombe

Teildetonierte Bombe in Ahrweiler : Weltkriegsbombe in Bad Neuenahr muss entschärft werden

Bei Straßenbauarbeiten nahe dem Bahnhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler haben Experten eine teildetonierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handele sich um einen 250 Kilogramm schweren amerikanischen Sprengkörper.

Bei Straßenbauarbeiten nahe dem Bahnhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler haben Experten eine teildetonierte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handele sich um einen 250 Kilogramm schweren amerikanischen Sprengkörper, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Etwa 50 Kilogramm Restsprengstoff seien noch übrig, der Zünder sei „offensichtlich intakt“.

Ein privater Kampfmittelräumdienst hatte den Sprengkörper am Donnerstag an der Bahnhofstraße entdeckt. Wann die Bombe entschärft werden soll, war am Freitag noch unklar. Laut des Polizeisprechers laufen noch weitere Sondierungsmaßnahmen.

Der Kampfmittelsondierer hatte die Fundstelle am Donnerstagabend per Bagger mit einer schweren Stahlplatte versehen.

Die Bombe müsse entschärft werden, teilte eine Sprecherin der Stadt am Freitag mit. Der Sprengkörper werde überwacht und der Fundort sei abgesperrt. Laut Sprecherin wurde ein möglicher Evakuierungsradius von rund 300 Metern festgelegt. Betroffen seien demnach etwa 150 Anwohner, aber auch das Gesundheitsamt und die Polizei. Ziel sei es, die Weltkriegsbombe am Sonntag, 29. November, zu entschärfen.

Die letzte Bombe in Ahrweiler war am Tag vor Weiberfastnacht im Februar 2017 bei Erdarbeiten auf einem Privatgrundstück an der Schützbahn gefunden worden. Für die Entschärfung, die anderthalb Wochen später erfolgte, musste damals die komplette Altstadt samt eines Seniorenheims und einer Klinik evakuiert werden. Der Sicherheitsradius betrug bei der damaligen Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe 500 Meter. Von der Evakuierung waren seinerzeit 3600 Menschen betroffen.

Während des Zweiten Weltkriegs war das heutige Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler insgesamt 52 Mal Ziel strategischer und taktischer Luftangriffe. Hauptangriffsziele waren die durch das Ahrtal verlaufenden Bahnstrecken und Eisenbahnbrücken. Erst vor einem Monat hat das Rathaus der Kreisstadt anlässlich zahlreicher Baumaßnahmen eine flächendeckende Luftbildauswertung über gegebenenfalls noch im Boden liegende Kampfmittel veröffentlicht.

(Mit Material von dpa)