Neue Sportangebote Stadt will Skatepark am Apollinarisstadion in Bad Neuenahr bauen

Bad Neuenahr-Ahrweiler · Die Kreisstadt will einen Skate- und Jugendpark am Stadion umsetzen. Das Areal könnte auch dazu genutzt werden, um Outdoor-Fitnessgeräte aufzubauen.

 Hier soll der geplante Sport- und Skatepark am östlichen Kopf des Apollinarisstadions, auf der ehemaligen Zirkuswiese, entstehen.

Hier soll der geplante Sport- und Skatepark am östlichen Kopf des Apollinarisstadions, auf der ehemaligen Zirkuswiese, entstehen.

Foto: Martin Gausmann

Auch dank der immer noch großen Spendenbereitschaft soll das Sportangebot vor allem für Kinder- und Jugendliche in Bad Neuenahr-Ahrweiler größer werden. Der Sportausschuss der Kreisstadt gab nun seine einstimmige Empfehlung für eine Grundsatzentscheidung zur Errichtung eines Skate- und Jugendparks am Apollinarisstadion. Derweil schlägt der Bad Neuenahrer Ortsbeirat auf dem Gelände des einstigen Rosengartens in Hemmessen eine Mountainbike-Strecke, einen sogenannten „Pump-Track“ vor. Für letzteren steht die Finanzierung größtenteils bereits, wie Ortsvorsteher Richard Lindner sagte.

Vor allem das Thema „Skate- und Jugendpark“ ist schon lange in der kreisstädtischen Politik präsent. „Beinahe ein Jahrzehnt“, so Peter Ropertz (CDU), der bei der Umsetzung des Skateparks zusätzlich den Wiederaufbau der Skateranlage am Bachemer Sportplatz einforderte. Zur Umsetzung kommen sollte ein Sportpark als Projekt der Landesgartenschau 2023 (LaGa), die nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021 abgesagt wurde. Geplant war zur LaGa eine Anlage am Apollinarisstadion auf der ehemaligen Zirkuswiese, der sogenannten Fischerwiese und der ehemaligen Hundewiese. Neben einem Skatepark waren ein Beachvolleyballfeld, ein Parcours- und Kletterbereich sowie ein Adventure-Minigolfplatz angedacht. Die Fläche sollte zudem mittelfristig auch als Stellplatz für Wohnmobile genutzt werden.

Auch weil es von vielen Seiten nach der Flut Spendenangebote zur Verbesserung der Situation für Kinder und Jugendliche gab, griff die Verwaltung das Thema wieder auf und schlägt vor, das Areal der ehemaligen Zirkus- und Fischerwiese grundsätzlich bis auf Weiteres für eine Nutzung für Kinder und Jugendliche sowie eine sportliche Nutzung vorzusehen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob mit Spendenmitteln und ergänzender tatkräftiger Unterstützung in einem ersten Schritt die seit langem geplante Skateanlage sowie eine Beachvolleyballanlage auf dem Areal realisiert werden können. Zudem könnte das Areal genutzt werden, um dort Outdoor-Fitnessgeräte aufzubauen.

Pump-Track soll realisiert werden

Auf rund 500.000 Euro waren die Kosten für den Bereich bei der Planung der LaGa geschätzt, Spendenzusagen in Höhe von rund 250.000 Euro liegen der Stadt aktuell vor. Hier hofft man, noch Gönner zu finden. Auch deshalb fand die Idee im Sportausschuss volle Zustimmung. Einer Erweiterung um eine Wurfanlage, wie sie von Arne Heuser vorgeschlagen wurde, sieht man aufgrund bereits vorliegender Planungsunterlagen dagegen eher skeptisch entgegen.

Zudem möchte der Ortsbeirat möglichst im einstigen Rosengarten in Hemmessen einen Pump-Track realisiert sehen. Das ist eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke, die Kindern und Jugendlichen Geschicklichkeit und damit Fahrsicherheit vermittelt. Die vorgeschlagene Örtlichkeit liegt nahe bei einem Spielplatz für Kleinkinder, zudem ist östlich der Fläche der neu angelegte Mehrgenerationen-Spielplatz zu finden. „Eine Maßnahme in der angedachten Größenordnung würde zwischen 50.000 und 60.000 Euro kosten. Entsprechende Sponsoren gibt es, so dass auf die Stadt keinerlei Herstellungskosten anfallen“, so Ortsvorsteher Richard Lindner. wbe

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