Flutlichtanlage im Apollinarisstadion Ein Quantensprung für Fußballer und Leichtathleten

Bad Neuenahr · Das Apollinarisstadion hat auf dem Hauptplatz jetzt TV-taugliches Flutlicht. Doch bis es zum ersten Mal genutzt wird, kann es noch etwas dauern.

Luftige Montage der modernen Flutlichtanlage im Apollinarisstadion.

Luftige Montage der modernen Flutlichtanlage im Apollinarisstadion.

Foto: AHR-FOTO

Darauf haben Leichtathleten und Fußballer in Bad Neuenahr-Ahrweiler lange gewartet: Das Apollinarisstadion in Bad Neuenahr hat auf der Hauptkampfbahn jetzt eine Flutlichtanlage. Und was für eine. „Im Bereich Fußball ist die tauglich bei den Männern bis zur Oberliga und bei den Frauen bis zur Bundesliga“, so der Vizepräsident des Ahrweiler BC, Jens Heckenbach. Was Heckenbach mit Tauglichkeit meint, ist die Helligkeit für Fernsehaufzeichnungen und -übertragungen.

Aber nicht nur dass: Im Tribünenbereich entstehen auch zwei weitere Kabinen, damit steigt die Zahl der Umkleidekabinen auf sechs.

Eine gemeinsame Anstrengung, die sich gelohnt hat

Neu ist aber auch, dass beide Bautätigkeiten nicht von der Kommune als Eigentümer der Sportanlage finanziert werden. Hinter dem Flutlicht und den neuen Kabinen stecken mit dem Ahrweiler BC, dem SC 13 Bad Neuenahr und dem TuS Ahrweiler drei Sportvereine, die auch maßgeblich von den Neuerungen profitieren. Finanziert werden die zusammen rund 360.000 Euro teuren Maßnahmen durch Flutspendengelder und rund 100.000 Euro aus Landeszuschüssen über das Sportfördergesetz.

„Wir haben uns nach der Flutkatastrophe zusammengetan und überlegt, wie wir unsere Sportanlage aufwerten können und sind in Absprache mit der Stadt übereingekommen, auf dem Hauptplatz Flutlicht und weitere Kabinen zu errichten“, berichtete Heckenbach. Ziel dabei sei in erster Linie gewesen, die Randzeiten der Stadionnutzung auszuweiten. Beleuchtet werden können daher künftig nicht nur das Fußball-Spielfeld, sondern auch alle anderen Sportflächen, so dass auch die Leichtathleten im Winter abends draußen trainieren und so mehr Trainingszeiten anbieten können.

Installiert wurde auf vier Masten eine hocheffiziente Lichtanlage der Firma Lumosa mit 24 LED-Lampen. Alles kann mittels einer App einzeln gesteuert und damit immer nur der Teilbereich beleuchtet werden, der gerade genutzt wird. Zudem gibt es drei Helligkeitsstufen: Im Orientierungsmodus wird eine Leuchtkraft von zehn Prozent erzeugt, im Trainingsmodus 60 bis 70 Prozent und im Game-Modus volle 100 Prozent und eine Helligkeit von mehr als 200 Lux. Holger Bettger von der installierenden Firma erläuterte die Anlage und verdeutlichte: „Im Trainingsmodus ist es heller, als bei den früher genutzten 2000 Watt-Leuchten, obwohl die LED-Leistung nur 1000 Watt beträgt. Unter Volllast beträgt sie dann 1720 Watt. Mittels einer App kann die Anlage von überall gesteuert werden, wo Internet vorherrscht. Diese App erhalten jeweils einer oder zwei Administratoren der nutzenden Vereine, die dann die Lichtsteuerung übernehmen. Das System soll auf alle drei Plätze im Apollinarisstadion erweitert werden. Es wird in Abstimmung mit Stadt so eingerichtet, dass jeder Verein die Möglichkeit bekommt, seinen Lichtbedarf einzurichten.“

Vorarbeiten halfen bei Umsetzung

Wann das Licht auf dem Hauptplatz erstmals leuchten wird, ist noch offen. Aktuell wurde die Anlage wegen der Dringlichkeit und der anstehenden Sanierung der Tartanbahn erst einmal nur aufgebaut. Dabei kam es dem ausführenden Unternehmen entgegen, dass bei der Sanierung des Stadions Mitte der 1990er Jahre bereits Fundamentierungen und Kabel vorgelegt wurden. Ziel für die Fertigstellung sei der Spätsommer, so Jens Heckenbach, der sich über die gemeinsame Aktion freut und klarstellte: „Wenn wir eines im Ahrtal gelernt haben dann ist es das enge Zusammenrücken und das Miteinander, dann schaffen wir mehr.“ Bereits geschaffen wurden von den Vereinen Kleinspielfelder im Bad Neuenahrer Stadion und am Ahrweiler Schwimmbad.

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