Platz für 400 Autos In Bad Neuenahr entsteht eine neue Groß-Garage

Bad Neuenahr · In Bad Neuenahr entsteht bis zum nächsten Frühjahr ein Parkhaus mit Platz für 400 Autos. Die ersten Wagen sollen dort bereits vor der endgültigen Fertigstellung parken können.

Bad Neuenahr-Ahrweilers Bürgermeister Guido Orthen füllt die Zeitkapsel für den Grundstein des neuen Parkhauses mit aktuellen Zeitungen.

Bad Neuenahr-Ahrweilers Bürgermeister Guido Orthen füllt die Zeitkapsel für den Grundstein des neuen Parkhauses mit aktuellen Zeitungen.

Foto: ahr-foto

Für Volkert Danko, Sprecher der gerade fusionierten Bad Neuenahr-Ahrweiler Werbegemeinschaften und somit wichtiger Vertreter des örtlichen Einzelhandels, war es ein Herzensanliegen: der Start zum Bau eines Parkhauses auf dem Areal der großen Asphaltfläche, die bislang die Bezeichnung „Parkplatz City-Ost“ trug, auch bekannt als „Moses-Parkplatz“. 400 Stellplätze sollen auf mehreren Etagen in der neuen Parkgarage entstehen. Rund sechs Millionen Euro – in der genauen Kalkulation geht man von 5,8 Millionen Euro aus – werden voraussichtlich die Baukosten betragen. Bereits Ende des Jahres – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft – hofft man in Bad Neuenahr, erste Autos in den neu entstandenen Parkflächen abstellen zu können. Endgültige Fertigstellung mit Gestaltung der Außenflächen soll im Frühjahr des nächsten Jahres sein. Nun fand die Grundsteinlegung statt. Die Pläne für den Bau eines Parkdecks waren ursprünglich bereits im Jahr 2020 im Zuge der Planungen für die Landesgartenschau entstanden.

Bekanntlich wurde die Gartenschau nach der Flutkatastrophe und ihren dramatischen Auswirkungen auch auf die Innenstadt abgesagt. Dennoch werden innenstadtnahe Stellplätze dringend benötigt. Nicht nur für Einpendler, Mitarbeiter des Einzelhandels und der Arztpraxen sowie Anwaltskanzleien und Handwerksbetriebe. Vor allem für Kunden, für Tagestouristen, für Menschen, die in der Stadt Besorgungen erledigen wollen. Längst quellen die Parkplätze der City-nahen Discounter über vor Fahrzeugen, deren Eigner zum Bummel in der Stadt unterwegs sind, einen Arzttermin wahrnehmen oder aus anderen Gründen in der Innenstadt weilen.

Für Bürgermeister Guido Orthen (CDU) und die weiteren zur Grundsteinlegung gekommenen Kommunalpolitiker ist daher klar: „Es gibt dringenden Handlungsbedarf.“ Erst recht, weil zahlreiche private Parkflächen nach der Flut noch immer nicht zur Verfügung stehen. Mehrere Tiefgaragen in Wohn- und Geschäftshäusern stehen noch nicht in vollem Umfang wieder zur Verfügung.

Ladesäulen für E-Autos

Nach abgesagter Landesgartenschau und den Auswirkungen durch die Naturkatastrophe gab es eine überarbeitete Planung. Neben den vorgesehenen 400 Parkbuchten auf acht versetzten Halbgeschossen soll es für Fahrräder spezielle Stellplätze geben, die losgelöst vom Auto-Verkehr zu erreichen sein werden. Ein Aufzug sorgt für einen barrierefreien Zugang, sowohl an der Ost- als auch an der Westseite des Gebäudes wird es ein Treppenhaus geben. Außerdem sehe die Planung der Architekten ein „modernes Bezahlsystem“ und „kontaktlose Ein- und Ausfahrtregelungen“ vor, teilte die Verwaltung der Kreisstadt mit.

Wie Orthen erklärte, sind zunächst zehn Ladesäulen für Elektroautos in der Planung berücksichtigt. Weitere könnten perspektivisch mit geringem Aufwand installiert werden. Was die Optik des Gebäudes anbetrifft: „Das Parkhaus erhält eine umlaufende Holzfassade, die von der Formgebung an die umgebenden Weinberge angelehnt ist.“ Auswirkungen auf bisherige Sichtachsen seien nicht zu vermeiden. Soweit darstellbar, soll die Stromversorgung über Photovoltaikelemente an der südlichen Ein- und Ausfahrt erfolgen.

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