Fanclub feiert 20. Geburtstag FC-Profis gratulieren den Ahrtaler Bitböcken

AHRWEILER · Wenn es um Fußball geht, gilt das Ahrtal als Hochburg des 1. FC Köln. Dafür stehen vor allem die Ahrtaler Bitböcke, die zu den ältesten offiziellen Fanclubs des Bundesligisten aus der Domstadt zählen. Der Fanclub des 1. FC Köln feiert seinen 20. Geburtstag mit Kevin Vogt und Philipp Hosiner.

 Informierten: Peter Kriechel (v.l.), Christian Krall, Thomas Schöning, Rainer Mendel, Kevin Vogt, Philipp Hosiner und Dirk Unschuld.

Informierten: Peter Kriechel (v.l.), Christian Krall, Thomas Schöning, Rainer Mendel, Kevin Vogt, Philipp Hosiner und Dirk Unschuld.

Foto: Martin Gausmann

Vor zwei Jahrzehnten fand sich im Ahrweiler Ahr-Wein-Forum eine illustre Schar von knapp 20 glühenden FC-Anhängern zusammen, um der Leidenschaft für das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga gemeinsam freien Lauf zu lassen. Dort, wo alles begann, feierten die Bitböcke jetzt auch ihren 20. Geburtstag.

Dass der 1. Fußballclub Köln mit Mittelfeldmotor Kevin Vogt und dem österreichischen Nationalspieler Philipp Hosiner gleich zwei aktuelle Stammspieler an die Ahr schickte, zeugt von der Wertschätzung, die auch der "Effzeh" dem Fanclub entgegenbringt.

Begleitet wurden die Profis von Rainer Mendel, der seit 1989 als Fanbeauftragter als Bindeglied zwischen Verein und Fans fungiert. Außerdem hatte auch Thomas Schöning, Vorstandsbeauftragter für Sicherheit und Fankultur, die Reise nach Ahrweiler angetreten.

Der offizielle Teil des Abends begann standesgemäß mit dem Singen der Vereinshymne, die vor jedem Heimspiel zu den Gänsehautmomenten im Rhein-Energie-Stadion zählt. Die Interviews mit den Besuchern führte anschließend Dirk Unschuld.

Der Lantershofener ist Autor zweier Standardwerke über den 1. FC Köln und genießt als Club-Archivar den Ruf des wandelnden FC-Lexikons. So erinnerte er daran, dass es 1995, dem Jahr als sich die Ahrtaler Bitböcke formiert haben, 242 FC-Fanclubs gab, während es heute mehr als 1500 sind. Rainer Mendel war schon mehrfach bei den "Bitböcken" zu Gast.

Natürlich kannte der Fanbeauftragte auch das legendäre gelbe Banner des Clubs, das an diesem Abend das Podium zierte und damals in und außerhalb des Stadions für Diskussionsstoff sorgte.

Höhepunkt des Abends war zweifellos das launige Gespräch, das Unschuld mit den Spielern führte. Von Kevin Vogt erfuhren die rund 80 versammelten Fans, dass auch Fußballprofis "nach Siegen ein bis zwei Bierchen" trinken dürfen.

Und Philipp Hosiner gab zu, dass Fouls kurz vor Abpfiff "immer gleich wehtun, aber man gerne etwas länger liegen bleibt, wenn die eigene Mannschaft führt". Der Österreicher erinnerte sich auch an den Winter vergangenen Jahres, als ihm beim Medizincheck des 1. FC Köln die niederschmetternde Diagnose eines Nierentumors ereilte. "Das hat mir vielleicht das Leben gerettet. Keine Frage, dass ich deshalb eine besondere emotionale Verbindung zu Köln und dem Club habe", so Hosiner.

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