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Feuer in Bad Neuenahr: Badehaus wird teilweise abgerissen

Feuer in Bad Neuenahr : Thermalbadehaus wird nach Großbrand teilweise abgerissen

Nach dem Großfeuer im Bad Neuenahrer Thermalbadehaus wird der Brandort teilweise abgerissen. Ein 50-köpfiger Spezialtrupp startete am Freitag mit der Sanierung des Foyers und der Gänge. Die Ermittlungen zur Ursache dauern an.

Nur ein rotes Flatterband und versiegelte Eingangstüren erinnern derzeit daran, dass in der Nacht von Montag auf Dienstag ein großer Brand im hinteren Teil des 1901 erbauten Bad Neuenahrer Thermalbadehauses getobt hat. Anders sieht das Bild jenseits der Fassaden des im Herzen der Kurstadt gelegenen Gebäudeensembles aus: Eingebrochene Decken, zerplatzte Fensterscheiben, geborstene Türen, verrußte Decken, unter Wasser stehende Räume und Gänge.

Das Feuer und seine Folgeschäden werden nicht nur die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr und die zwölf Mieter, die in der Immobilie mit ihren Gewerbebetrieben ihre Heimat gefunden haben und nun vor Trümmern stehen, beschäftigen.

Der besonders in Mitleidenschaft gezogene Gebäudeteil an der Beethovenstraße wird komplett abgerissen. Die Arbeiten haben bereits am Freitagmorgen begonnen. Wie Liegenschaftsverwalter Jürgen Ritter auf GA-Nachfrage mitteilte, soll das Gebäude durch einen Neubau ersetzt werden.

Auch die Brandermittler der Polizei haben derzeit alle Hände voll dort zu tun: Konkrete Hinweise auf Brandstiftung gebe es nicht, hieß es von der Kripo Mayen auf Anfrage des GA. Die Brandursache sei jedoch „noch nicht völlig ermittelt“. „Grundsätzlich schließen wir nie irgendetwas aus“, so die Beamten. Weitere Auskünfte könne man zur Zeit nicht geben. Die großen Schäden seien in erster Linie punktuell und nicht großflächig vorhanden, da sich das Feuer nicht überall durch die Zwischendecken gefressen hätte.

Derweil suchen einige der heimatlos gewordenen zwölf Mieter neue Büro- und Praxisräume. Mit einem 50-köpfigen Spezialtrupp starteten am Freitag erste Sanierungsarbeiten in den Räumen des Thermalbadeshauses und seinen langen Gängen, an denen die Praxen und Büros liegen. Hand angelegt wird auch im Foyer, wo sich beispielsweise „Alfredo Moden“ oder auch ein Friseur befinden. Die auf Sanierung von Brandschäden spezialisierte Firma geht davon aus, dass bereits ab dem 1. Oktober erste Gewerbebetriebe wieder ihre Arbeit aufnehmen können.

Der Gesamtschaden liegt in Millionenhöhe. Mehr als 50 Feuerwehrfahrzeuge mit über 200 Feuerwehrleuten waren 20 Stunden lang im Einsatz.