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Feuer in Bad Neuenahr: Polizei ermittelt nach Brand in Thermalbadehaus

Feuer im Thermalbadehaus : Kriminalpolizei ermittelt nach Großbrand in Bad Neuenahr

Nach dem Großbrand im Bad Neuenahrer Thermalbadehaus werden seit dem Mittwochmorgen weitere Spuren gesichert und Ermittlungen eingeleitet. Das Feuer hat auch Auswirkungen auf die dort ansässigen Gewerbebetriebe.

Bis zur Erschöpfung waren die Männer und Frauen der Feuerwehr aus dem Kreis Ahrweiler im Einsatz, um den Großbrand am Bad Neuenahrer Thermalbadehaus in den Griff zu bekommen. Wie die Wehrleitung berichtete, war der Brandort zwischen Beethovenstraße und Kurgartenstraße in fünf Einsatzabschnitte unterteilt. Vier Drehleitern, 26 Feuerwehren, 50 Feuerwehrfahrzeuge und mehr als 200 Feuerwehrleute mit 230 Atemschutzgeräten waren im Einsatz.

Inzwischen hat die Kriminalinspektion Mayen die Brandermittlungen aufgenommen. „Das Betreten des Brandortes ist allerdings wegen der Gefährlichkeit und der konkreten Einsturzgefahr derzeit nur sehr eingeschränkt möglich“, teilte die Polizeidirektion Mayen mit. Hinzugezogen werden soll ein Statiker. Am Mittwochmorgen starteten die Beamten mit weiteren Brandermittlungen und Spurensicherungsmaßnahmen. Der gesamte Brandort ist beschlagnahmt.

Erst nach mehr als 20 Stunden konnten die aus allen Teilen des Kreises Ahrweiler, aber auch aus Bonn, Koblenz und Meckenheim angerückten Feuerwehren wieder ihre Schläuche einrollen und die Leitern einfahren.

Vor Ort waren die Löschzüge aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen, Sinzig, Altenahr, Adenau, Brohltal, der Grafschaft, Meckenheim, die Berufsfeuerwehren Bonn und Koblenz oder auch die in Gelsdorf stationierte Bundeswehrfeuerwehr. Außerdem rückten die Rettungsdienste aus dem Kreis Ahrweiler aus, mit Rettungstransportfahrzeugen und Notärzten, ferner Mannschaften des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Ahrweiler, Sinzig, Koblenz und Remscheid.

Die Brandkatastrophe hat auch Auswirkungen auf die im Thermalbadehaus ansässigen Gewerbebetriebe. Die zwölf Mieter der Büro-, Laden- und Praxisräume wurden am Dienstagabend von Liegenschaftsverwalter Jürgen Ritter über die Situation informiert: „Alle zeigten Verständnis dafür, dass das von Polizei und Staatsanwaltschaft versiegelte Haus derzeit nicht betreten werden darf.“ Wie lange das so sein wird, wusste Ritter nicht. Er habe in einer am Dienstagabend kurzfristig einberufenen Mieterversammlung zugesagt, Raumalternativen zu suchen, damit ein Geschäftsbetrieb für die betroffenen Gewerbetreibenden schnellstmöglich wieder erfolgen kann.

In der Nacht von Montag auf Dienstag war es zu dem Großbrand inmitten des Bad Neuenahrer Kurviertels gekommen, der einen Millionenschaden zur Folge hat