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Heimerheimer Kleiderkammer für Flutpfer zieht in Kapelle um

Update: Flut-Helfer finden neue Räume : Heimersheimer Kleiderkammer zieht in Kapelle um

Die Kleiderkammer räumt bis zum 24. Oktober ihre Ausgabe für Flutopfer im Vehner Weg. In Eigenregie haben die Organisatoren neue Räume in einer Heimersheimer Kapelle gefunden. Nun steht der Umzug kurz bevor.

Die Heimersheimer Kleiderkammer muss die Sporthalle am Vehner Weg bis zum 24. Oktober räumen. Händeringend suchten die Organisatoren deshalb nach einem Ausweichquartier, um die Versorgung von Flutopfern auch drei Monate nach der Hochwasserkatastrophe weiter sicherzustellen. Nun zeichnet sich eine Lösung ab.

„Die Räumlichkeiten der Kapelle des Seniorenzentrums St. Vinzens werden aller Voraussicht nach unsere neue Heimat werden“, sagt Gabriele Kramer-Mix, die die Kleiderausgabe gemeinsam mit acht ehrenamtlichen Helferinnen koordiniert. „Der näher rückende Schließungstermin hat uns Sorgen gemacht. Denn wir haben gesehen, wie hoch die Nachfrage nach unseren Waren seitens der vom Hochwasser Betroffenen auch drei Monate nach der Flut immer noch ist.“ Und der Bedarf reißt nicht ab. „In den vergangenen Tagen standen viele Leute mit Betroffenheitsbescheinigung vor der Tür, die wir bisher noch nie gesehen hatten“, sagt Kramer-Mix. Umso größer ist die Freude, dass es für die Helferinnen in einer neuen Kleiderkammer weitergehen kann.

Umzug soll zeitnah erfolgen

Nach Absprachen mit Gemeindevertretern und Heimersheims Fluthilfe-Koordinator Udo Heimermann könnte nun alles recht schnell gehen. „Wir bereiten alles für den Umzug in die Heppinger Straße vor, sitzen quasi auf gepackten Kisten“, so Kramer-Mix. Schon am Montag kommender Woche soll alles verstaut werden. Am darauffolgenden Dienstag soll der Umzug über die Bühne gehen. Nachdem die Notsituation der Einrichtung bekannt war, hat sich zudem ein bekannter Helfer angeboten, um die Waren mit dem Transporter in die neue Destination zu bringen. „Auch die Versorgung mit Winterkleidung ist nochmal mächtig angekurbelt worden“, sagt die Organisatorin. „Das bedeutet, wir haben Spenden-Nachschub für die Ausgabe.“ Gedanklich sortiert das Kleiderkammer-Team bereits die Waren in den neuen Räumen ein. „Es gibt dort einen größeren Raum mit Kapelle und mehrere Zimmer, die wir mit Teilsortimenten wie Herrenkleidung oder Spielsachen für Kinder bestücken können.“

Probleme macht aktuell lediglich die defekte Wärmeversorgung im neuen Quartier. An einer Lösung, um die Ausgabe- und Lagerräume schnell beheizen zu können, werde aktuell getüftelt. „Ehrenamtliche Heizungs-Teams kommen vorbei und wollen die Anlage wieder instand setzen. Wir hoffen, dass alles bis nächste Woche klappt“, sagt Kramer-Mix. „Auch helfende Hände für den Umzug könnten wir gut gebrauchen, damit wir unser Angebot an neuer Wirkungsstätte möglichst nahtlos fortsetzen können.“