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Hilfe für Opfer der Flutkatastrophe: Wie man spenden und helfen kann

Hilfe vor Ort, Hilfsgüter, Geldspenden : Wie man den Betroffenen der Flutkatastrophe jetzt helfen kann

Die Hilfsbereitschaft der Menschen für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in NRW ist nach wie vor riesig. Allerdings sind nicht alle Hilfen gleichermaßen sinnvoll. Wir geben einen Überblick, wie man helfen und spenden kann.

Die Hilfsbereitschaft für die Betroffenen der Flutkatastrophe aus Rheinland-Pfalz und aus NRW ist weiterhin groß. Allerdings gibt es einiges zu beachten, wenn man spenden oder vor Ort helfen möchte. Sachspenden sind zum Beispiel nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Viele Lager sind bereits voll. Wir geben einen Überblick, wie man helfen kann.

Hilfe vor Ort: Mit Anpacken in den Krisengebieten

In den betroffenen Gebieten im Kreis Ahrweiler ist die Hilfe von Freiwilligen vor Ort willkommen. „Die Helfer sind ausdrücklich erwünscht“, betonte Begoña Hermann, Leiterin des Katastrophenschutzstabs Rheinland Pfalz, am Montag. Der Krisenstab bittet aber darum, nicht mit dem eigenen Fahrzeug in die betroffenen Gebiete zu fahren, um die Straßen für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Für private Helfer steht umfangreicher Parkraum in der Gemeinde Grafschaft auf dem Firmenparkplatz der Firma Haribo zur Verfügung. Von dort aus ist ein regelmäßiger Shuttleservice eingerichtet, den die Helfer nutzen können. Der Shuttleservice, der von Unternehmen aus der Region organisiert wird, bringt die Helfer ab Grafschaft von 9 bis 12 Uhr in die betroffenen Gebiete und holt sie ab 16.30 Uhr dort wieder ab. Zu erreichen sind die Veranstalter unter 0151/43131662 oder per Mail an info@helfer-shuttle.de.

Auch in den betroffenen Gebieten im Rhein-Sieg-Kreis sind helfende Hände willkommen. Bernd Kreuer, Sprecher der Gemeinde Swisttal weist allerdings darauf hin, dass die Straßen in den Krisengebieten freigehalten werden sollten. Wer mit dem Auto anreist, solle etwas abseits der Gebiete parken. Vor Ort gebe es Infopunkte, an denen man sich über die Lage informieren könne.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weist ebenfalls darauf hin, nicht auf eigene Faust in die betroffenen Gebiete zu fahren, um zu helfen. Stattdessen sollte man besser Angebote zur koordinierten Hilfe nutzen. Auf seiner Seite klärt das Bundesamt darüber auf, was man als Helfer beachten sollte.

GA-Spendenaktion Weihnachtslicht

Der GA hat im Rahmen der Ak­ti­on Weih­nachts­licht die Son­der­ak­ti­on Hoch­was­ser­hil­fe ins Leben gerufen:

Spar­kas­se Köln­Bonn

IBAN: DE76 3705 0198 0000 0047 70

Verwendungszweck: „Hoch­was­ser­hil­fe“

Hilfsgüter, Unterbringung, Dienstleistungen

Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Online-Plattform eingerichtet, die eine Verbindung zwischen hilfesuchenden Betroffenen und Helfern herstellt. Wer Sachspenden oder Arbeitsmaterial abgeben möchte, Transportmöglichkeiten oder auch eine Unterkunft zur Verfügung stellen kann, kann sein Angebot über die Plattform einstellen. Hilfen werden so gezielt an die richtige Stelle weitergeleitet. Hier geht es zum Fluthilfe-Portal des Landes Rheinland-Pfalz.

Handwerksbetriebe, die ihre Hilfe anbieten möchten, können sich an die Handwerkskammer Koblenz wenden unter 0261/398251 oder per Mail an hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de.

Unternehmen, die Übernachtungsmöglichkeiten, Lager oder sonstige Hilfen anbieten möchten, können sich an die IHK Koblenz werden unter 0261/106 502. Die Angebote werden gesammelt und an die Verantwortlichen weitergetragen.

Auch das Bürgertelefon der Stadt Bad Breisig (02633/4568 333) hilft bei der Koordination von Spenden und dem Einsatz von Helfern.

Rhein-Sieg-Kreis

Wer den Betroffenen aus dem Rhein-Sieg-Kreis Hilfe in Form von Sachspenden, medizinischer Hilfe, Pflege, der Betreuung von Tieren oder handwerklicher Hilfe anbieten möchte, kann sein Angebot auf der vom Rhein-Sieg-Kreis eingerichteten Seite rhein-sieg-kreis.de/flut2021 angeben. Der Kreis vermittelt dann an Hilfesuchende. Darüber hinaus nimmt der Kreis Hilfsangebote telefonisch unter 02241/136252 entgegen.

Viele Organisationen können keine Sachspenden mehr annehmen

Einige Hilfsorganisationen haben bereits so viele Sachspenden erhalten, dass sie aktuell keine Spenden mehr annehmen.

Der Landesverband Rheinland-Pfalz des DRK bittet darum, keine Sachspenden mehr abzugeben. Die Lager seien bereits voll. Auch das DRK in Nordrhein-Westfalen bittet um Verständnis, dass keine Ressourcen bestehen, um private Sachspenden anzunehmen.

Gleichermaßen berichten die Betreiber des Nürburgrings, dass die Lager vor Ort seit Tagen voll seien. Auch dort können aktuell keine Sachspenden mehr angenommen werden.

Geldspenden für Betroffene der Katastrophe

Da die meisten Sammelstellen für Hilfsgüter aktuell voll sind, kann stattdessen Geld gespendet werden. Die Spenden an die betroffenen Kreise oder die Landesregierung werden in Form von Soforthilfen an die Betroffenen ausgezahlt. Wer möchte, kann aber auch eine der zahlreichen Hilfsorganisationen unterstützen, die vor Ort im Einsatz sind. Wir haben eine Liste der Verwaltungen und Organisationen zusammengestellt, die Spendenkonten für die Hochwasserhilfe eingerichtet haben:

Spendenkonto des Kreises Ahrweiler

Empfänger: KSK Ahrweiler

IBAN: DE 86 5775 1310 0000 3394 57

Verwendungszweck: „Hochwasserhilfe“

Spendenkonto der Landesregierung Rheinland-Pfalz

Empfänger: Landeshauptkasse Mainz

IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06

Verwendungszweck: „Katastrophenhilfe Hochwasser“

Spendenkonto der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler

IBAN: DE33 5776 1591 0020 0010 02

Volksbank RheinAhrEifel

Verwendungszweck: „Hochwasser“

Spendenkonto der Stadt Sinzig

DE57 5776 1591 0100 1830 01

Volksbank RheinAhrEifel

Verwendungszweck: „Flutkatastrophe Sinzig“

Spendenkonten des Rhein-Sieg-Kreises

Kreissparkasse Köln: IBAN DE54 3705 0299 0001 0694 48

VR-Bank Rhein-Sieg: IBAN DE78 3706 9520 1109 6900 11

Verwendungszweck: „Flut 2021“

Spenden für die Stadt Rheinbach

IBAN: DE32 3705 0299 0045 0752 52 (Kreissparkasse Köln) und

IBAN: DE03 3706 9627 0010 8050 31 (Raiffeisenbank Rheinbach)

Verwendungszweck: „Starkregen Rheinbach“

DRK Landesverband Rheinland-Pfalz

IBAN: DE97550205000005050000

Bank für Sozialwirtschaft

Verwendungszweck: „Hochwasser“ oder „Hochwasser Ahrweiler“, „Hochwasser Bitburg-Prüm“, „Hochwasser Trier-Saarburg“ oder „Hochwasser Vulkaneifel“

Deutsches Rotes Kreuz in NRW

IBAN: DE63 3702 0500000 5023307

Verwendungszweck: „Hochwasser“

Spendenkonto der Feuerwehr 

Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz sammelt gemeinsam mit der THW-Stiftung Spenden für Feuerwehrangehörige in Rheinland-Pfalz

Kreissparkasse Mayen, IBAN: DE86 5765 0010 0020 0135 95

Kreissparkasse Ahrweiler, IBAN: DE86 5775 1310 0000 3394 57

Verwendungszweck: „Hochwasser“

Spendenkonto des Technischen Hilfswerks (THW)

Empfänger: Stiftung THW

IBAN: DE03 3705 0198 1900 4433 73

Sparkasse KölnBonn

Spendenkonto der Stadt Bornheim

IBAN: DE12 3705 0299 0046 2000 36

KSK Köln

Verwendungszweck: "9095.0002.6104 Fluthilfe Bornheim

Spendenkonto der Johanniter

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V, Landesverband NRW

IBAN: DE25 3702 0500 0004 3150 18

Spendenkonto der Aktion Deutschland hilft

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30

Verwendungszweck: „Hochwasser Deutschland“

Spendenkonto der Aktion „NRW hilft“

Gemeinsam mit der Landesregierung werden Spenden gesammelt und den Betroffenen zielgerichtet bereitgestellt. Angeschlossen sind die kirchlichen Hilfswerke, Diakonie und Caritas, die jüdischen Kultusgemeinden, die Katastrophenschutzorgansationen wie DRK, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe, ASB, DLRG, AWO und andere.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE05 3702 0500 0005 0905 05

Hilfsfonds der IHK Koblenz

Hilfe für Betriebe, deren Existenz durch das Hochwasser bedroht ist.

Volksbank RheinAhrEifel

IBAN: DE96 5776 1591 0159 2132 01

Verwendungszweck: „IHK Koblenz Hochwasserhilfe“

Deutsche Stiftung Denkmalschutz 

Sonderkonto für die vom Hochwasser geschädigten Denkmale.

Commerzbank Bonn

IBAN: DE78 3804 0007 0555 5552 00

Verwendungszweck: „Katastrophenhilfe Hochwasser“

Polizei warnt vor Betrügern - Empfänger prüfen

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) rät dazu, vor einer Spende grundsätzlich den Empfänger zu prüfen. Das Institut gibt darüber hinaus Tipps, was generell bei einer Spende zu beachten ist. Die Polizei rät zur Vorbeugung von Betrug: „Übergeben oder überweisen Sie Geld nie an unbekannte Personen.“

Es handelt sich hierbei um eine Auflistung von offiziellen Spendenmöglichkeiten an Organisationen und Kommunen im Krisengebiet, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Fehlt ein offizielles Spendenkonto oder eine Vermittlungsbörse in der Auflistung? Schicken sie uns eine E-Mail an online@ga.de.