Nach Richterspruch zu Poolärzten Ahr-Kreis sorgt sich um medizinische Versorgung

Kreis Ahrweiler · Der Kreis Ahrweiler befürchtet Konsequenzen nach einem Urteil des Bundessozialgerichts zur Versicherungspflicht von Poolärzten. Diese könnten dem Richterspruch zufolge künftig keine Bereitschaftsdienste mehr übernehmen können.

Negative Auswirkungen auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der im Kranenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr ansässig ist, befürchtet die Kreisverwaltung aufgrund eines Gerichtsurteils.

Negative Auswirkungen auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der im Kranenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr ansässig ist, befürchtet die Kreisverwaltung aufgrund eines Gerichtsurteils.

Foto: ahr-foto

Oft sind es kleine, kaum beachtete Meldungen, die eine große Wirkung erzielen. So dürfte auch ein Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel zu sogenannten Poolärzten einzuordnen sein. Poolärzte (siehe Infokasten) sollen die niedergelassenen Ärzte entlasten und damit einen Beitrag zur funktionierenden Versorgungsstruktur leisten. Dem Richterspruch aus Kassel zufolge sind Poolärzte nicht zwingend selbstständig, sondern könnten sozialversicherungspflichtig sein. In dem konkret behandelten Fall, in dem es um einen Zahnarzt aus Baden-Württemberg ging, sahen die Kasseler Richter dessen Sozialversicherungspflicht jedenfalls als gegeben an. Damit könnten Poolärzte für Bereitschaftsdienste künftig wegfallen, da bei ihnen durch das Urteil mit zusätzlichen Kosten für Sozialabgaben zu rechnen ist.