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DRK in Ahrweiler: Lotsin auf dem Weg zur Integration

DRK in Ahrweiler : Lotsin auf dem Weg zur Integration

Mit der wachsenden Zahl an Migranten ist auch der Bedarf an Integrationshilfen gestiegen. Deshalb hat das Land Rheinland-Pfalz die Integrationsförderung verstärkt.

Die Sozialarbeiterin Maria Schön nimmt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Kreis Ahrweiler die Aufgaben des landesgeförderten Migrationsfachdienstes wahr. Ziel ihrer Arbeit ist es, Asylbewerber während des Asylverfahrens zu beraten und zu begleiten. Sie fungiert gewissermaßen als Lotsin, die die Migranten durch den Dschungel aus Gesetzen, Fördermöglichkeiten, Unterstützungsprojekten und Institutionen führt. Als Migrationsfachberaterin berät Maria Schön Neuzugewanderte ebenso wie bereits seit Längerem in Deutschland lebende Menschen, die Integrationsangebote wahrnehmen möchten. Die Inanspruchnahme des Migrationsfachdienstes ist freiwillig und kostenlos.

Die Beratung erfolgt unabhängig von staatlichen Stellen, ist ergebnisoffen und vertraulich. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Rechtsstatus des Ratsuchenden werden entsprechende Angebote vermittelt. Um eine individuelle Beratung und Leistungsvermittlung zu ermöglichen, ist Maria Schön mit einer Vielzahl anderer in der Integrationshilfe von Migranten tätigen Organisationen vernetzt. Ist es erforderlich, entbinden sie die Klienten von der Schweigepflicht, damit sie mit Behörden und anderen öffentlichen Stellen kooperieren kann.

„Oft kennen Flüchtlinge, die zu uns kommen, das Rote Kreuz oder unsere Schwesterorganisation, den Roten Halbmond, bereits. Sie wissen, dass sie bei uns neutrale und unabhängige Hilfe unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Situation erhalten“, erklärt Maria Schön. Die Migrationsfachberaterin erkennt Integrationschancen und -probleme, um in Zusammenarbeit mit öffentlichen Trägern und anderen in der Integrationshilfe tätigen Organisationen Unterstützungen und Lösungen zu ermitteln. Maria Schön vermittelt Erstkontakte und begleitet beim Gang zu Behörden und anderen Organisationen.

Sie hilft beim Ausfüllen von Formularen und sucht gemeinsam mit den Migranten nach weiteren relevanten Angeboten, wie etwa Sprachlehrgänge und Möglichkeiten zur beruflichen Qualifikation. Ziel ist es, die Menschen aktiv bei der Integration zu unterstützen und ihnen Wege zur gleichberechtigten und angemessenen Teilhabe und Beteiligung in allen Lebensbereichen in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Dabei sollen sie lernen, ihre Interessen selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten.