Demonstration in Ahrweiler Rote Karte für Rechtspopulisten

Ahrweiler · 400 Teilnehmer demonstrierten am Sonntag in Ahrweiler für Demokratie, Freiheit und Vielfalt im Kreis Ahrweiler. Den Veranstaltern ging es auch darum, rechtspopulistischen Kräften die Rote Karte zu zeigen.

400 Teilnehmer demonstrierten am Sonntag in Ahrweiler für Demokratie, Freiheit und Vielfalt im Kreis Ahrweiler.

400 Teilnehmer demonstrierten am Sonntag in Ahrweiler für Demokratie, Freiheit und Vielfalt im Kreis Ahrweiler.

Foto: ahr-foto

Rund 400 Teilnehmer werden es gewesen sein, die am Sonntagnachmittag nach Ahrweiler gekommen waren, um erneut ein Bekenntnis zur Demokratie, zur Freiheit und zur Vielfalt im Kreis Ahrweiler abzulegen. Vor allem aber: um rechtspopulistischen Kräften die Rote Karte zu zeigen. In den vergangenen Monaten hatte es bereits zwei entsprechende Demonstrationen gegeben.

„Mensch sein. Demokratie wählen“, lautet diesmal das Motto der nach einem Demonstrationszug beginnenden Kundgebung auf dem Ahrweiler Marktplatz. Der Protestzug gegen rechts war am Bahnhof gestartet und war durch die Niederhut zum Markt gezogen. Dort sprachen Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen (CDU), die Landtagsabgeordneten Petra Schneider (CDU) und Susanne Müller (SPD) sowie die aus Gießen angereiste Linken-Politikerin Desiree Becker.

„Der Kampf gegen alles, was extrem ist, darf sich nicht abnutzen“, mahnte Orthen (CDU) angesichts der im Vergleich zu früheren Demonstrationsveranstaltungen zurückgegangenen Teilnehmerzahlen. Es müsse immer wieder klar gemacht werden, wie wertvoll ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmtheit sei und wie schnell eine Demokratie in Gefahr geraten könne. Eine wehrhafte Demokratie erfordere Wachsamkeit – auch dem rechten wie auf dem linken Auge. Die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller unterstrich in Anspielung auf die „Potsdamer AfD-Konferenz“: „Wir Demokraten stehen hier im Kreis Ahrweiler geschlossen gegen Menschen mit kruden Vertreibungsfantasien“. Es gelte, „eine Brandmauer gegen rechts zu setzen“. Ähnlich äußerte sich die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Schneider: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte sie das Grundgesetz. Daran dürfe nicht gerüttelt werden. Auch wenn AfD-Vertreter demokratisch in Länderparlamente oder Stadtvertretungen gewählt worden seien, so seien sie leider nicht immer auch Demokraten.

Neben den Wortbeiträgen gab es auch Musik zu hören: Sängerin, Geigerin und Gitarrenspielerin Pernilla Kannapinn trat ebenso auf wie Stephan Glöckner und Klaus Mies.

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