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Thermen im Kreis Ahrweiler: So empfangen Thermen ihre Gäste in Corona-Zeiten

Thermen im Kreis Ahrweiler : So empfangen Thermen ihre Gäste in Corona-Zeiten

Die Römer-Thermen in Bad Breisig und die Ahr-Thermen in Bad Neuenahr reagieren auf die Wünsche von ihren Gästen in Corona-Zeiten. Die Einschränkungen sollen der Sicherheit dienen.

Die aktuellen Gäste in den Thermen des Kreises Ahrweiler freuen sich, dass sie wieder ins Wasser kommen, und haben nach Angaben der Verantwortlichen auch Verständnis für die Corona bedingten Maßnahmen. Selbst wenn sie etwa in den Thermen vor leeren Whirlpools und geschlossenen Dampfbädern stehen. „Hauptsache Tapetenwechsel“ oder „Endlich wieder im Wasser die Glieder ausstrecken“, finden die Besucher.

Viel öfter als sonst klingelt das Telefon derzeit in den Bad Breisiger Römer-Thermen. Denn nur wer sich für eine der vier Drei-Stunden-„Termingruppen“ zwischen 8 und 20 Uhr (donnerstags kommt von 19 bis 22 Uhr eine weitere dazu) anmeldet, erhält definitiv Einlass. Das haben am ersten Öffnungstag vergangenen Dienstag immerhin 170 Gäste getan. Tendenz steigend.

„Wir sind noch in der Findungsphase, aber bisher wird das Angebot gut angenommen und sowohl die Badegäste als auch die Mitarbeiter sind froh, dass es weitergeht“, sagt Carina Lorenz von der Verwaltung: „Die älteren Besucher erklärten, sie haben auch körperlich den Verzicht auf das Baden in den Römer-Thermen gemerkt.“

Und bei den jüngeren habe sich sogar für die erste Woche wieder das erste Kind zur Abnahme des Seepferdchens gemeldet. Innen- und Außenbecken sowie Gastronomie und Fitnessstudio in den Römer-Thermen sind nutzbar. Die Zahl der Liegen wurde stark reduziert und deren Position wegen der Abstandsregeln markiert. Aus demselben Grund hat man draußen für die Rückenschwimmer eine Leine überm Becken gespannt.

Die meisten Gäste nutzen den Zwei-Stunden-Tarif

Auch das Team der Ahr-Thermen in Bad Neuenahr hat auf die Gästebedürfnisse reagiert. „Weil es im Becken an einer Seite rein und an der anderen wieder rausgeht“, hat es einen „Badeschuhtransfer“ installiert, der die Schuhe dorthin bringt, wo sie nach dem Schwimmen wieder benötigt werden. Und weil die enge „Schwimmschleuse“ von drinnen nach draußen gesperrt ist und man jetzt zu Fuß die Becken wechselt, wurde ein Bademantelständer aufgestellt.

Auf das Leinenziehen im Becken ist wegen dessen runder Form verzichtet worden. Die Strömungsdüsen sind ausgeschaltet. Anmelden muss man sich nicht, aber aufhalten dürfen sich in den Ahr-Thermen maximal 50 respektive bei gutem Wetter wegen Nutzung der Liegewiese maximal 80 Personen gleichzeitig. Verweilt werden darf maximal drei Stunden.

Die meisten nutzten aber wie eh und je den Zwei-Stunden-Tarif, sagt Verwaltungsleiterin Iris Baumann. Bisher hat sie 100 bis 120 Gäste statt sonst 400 bis 500 am Tag gezählt. Ob sich das lohnt? „Es läuft“, sagen die Zuständigen für die Bäder und Thermen. Immerhin setzten sie ein Zeichen, dass es weitergehe. „Wir sind erst in der ersten Phase der Wiedereröffnung, als nächstes sind auch Massagen wieder möglich“, sagt Baumann, und: „Sukzessive wird es weitergehen.“