Gesundheitskonzept für den Kreis Ahrweiler So sollen die Menschen im Kreis gesund leben können

Kreis Ahrweiler · Die Stärkung aller gesundheitsfördernden Aktivitäten ist das Ziel eines im Sozial- und Gesundheitsbeirat vorgestellten Konzeptpapiers. Bei aller staatlichen Fürsorge gilt aber weiterhin: Jeder sollte selbst auf seine Gesundheit achten.

Mit einem neuen Gesundheitskonzept will der Kreis seinen Bürgern einen Besuch im Krankenhaus nach Möglichkeit erparen.

Mit einem neuen Gesundheitskonzept will der Kreis seinen Bürgern einen Besuch im Krankenhaus nach Möglichkeit erparen.

Foto: dpa/Marijan Murat

Im Kreis Ahrweiler soll die Gesundheit der Menschen in besonderer Weise gefördert und gepflegt werden. Dem Sozial- und Gesundheitsbeirat wurde jetzt ein innovatives Konzept vorgelegt. Ziel ist die Stärkung aller gesundheitsfördernden Aktivitäten. Eine wichtige Selbstverpflichtung bleibt allerdings bei aller staatlichen Fürsorge: Auf sich selbst zu achten.

Um gesund leben zu können, sind auf struktureller Ebene gerechte Rahmenbedingungen und auf individueller Ebene eine hohe Gesundheitskompetenz erforderlich, berichtete die von Sozialdezernentin Siglinde Hornbach-Beckers angeführte Fachabteilung im Kreishaus. Es sei bekannt, dass sozial bedingte Ungleichheiten individuelle gesundheitliche Chancen verringern könnten. Mit dem Ziel, den Landkreis Ahrweiler als attraktiven Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum und somit auch die Gesundheit der Bürger „nachhaltig“ zu stärken, komme dem Kreis im Sinne der kommunalen Daseinsvorsorge sowie zur Herstellung gleichwertiger Gesundheits- und Lebensverhältnisse eine steuernde Funktion zu. Eine strukturierte und zielgerichtete Gesundheitsförderplanung bilde ein geeignetes strategisches Instrument.

Internetportal zur Gesundheit im Kreis soll starten

Vor diesem Hintergrund hat man im Kreishaus die Verwaltung einen Konzeptionsentwurf zur Gesundheitsförderung im Landkreis erarbeitet. Neben der Durchführung einer Bestandsaufnahme, Bedarfseinschätzung und Maßnahmenplanung als Grundlagen des Steuerungsprozesses der Gesundheitsförderung seien auch erste praktische Aktivitäten geplant. Hierzu zählen beispielsweise die Einrichtung eines Kreis-Internetportals zur Thematik sowie die Initiierung eines Projekts zu den Themen „Erste Hilfe“ und „Selbstschutz“ an Grundschulen oder auch einer „Zahnputzwoche“ in Kitas.

Grundsätzliche Zielvorgabe sei es, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken, zu schützen, zu fördern und damit zur Verbesserung von Lebensbedingungen beizutragen. Entsprechende Strategien seien gefragt, denn Gesundheit bilde eine von vielen fundamentalen Grundlagen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und wirke sich somit maßgeblich auf die subjektiv empfundene Lebensqualität aus, heißt es in der Sitzungsvorlage des Sozial- und Gesundheitsbeirates. Und: „Durch gezielte Ansätze und Maßnahmen soll sozialer und somit gesundheitlicher Benachteiligung entgegengewirkt werden.“ Unterschiedliche Themenfelder seien dabei zu beackern, unterschiedliche Personengruppen mit unterschiedlichen Bildungsgraden und Kompetenzen gelte es zu erreichen. Die Vision: Alle Bürger im Landkreis Ahrweiler sollen gleichermaßen die Möglichkeit haben, gesund zu leben. Sie sollen die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen erhalten, selbstbestimmt gesund leben, aufwachsen, arbeiten, wohnen und älter werden zu können.

Die Koordination des Prozesses umfasst laut Kreisverwaltung verschiedene Aufgabenschwerpunkte. Dazu gehören die Stärkung der bestehenden oder auch die Schaffung neuer Strukturen, Analysen und Gesundheits-Strategieentwicklungen für alle Generationen. Zu den Aufgabenstellungen gehöre ferner die Erstellung von Entscheidungsgrundlagen für politische Gremien Im Sinne einer ganzheitlichen und umfassenden Gesundheitsförderplanung. Hierbei seien unterschiedliche Ebenen zu erfassen: Soziale Gesundheit, Körperliche Gesundheit und Mentale Gesundheit.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
„Wir brauchen Menschen mit Herz“
Initiative für Demenzkranke im Kreis Ahrweiler „Wir brauchen Menschen mit Herz“
Aus dem Ressort