„Lieblingsplätze für Genießer“ Ein Besuch bei der Gaststätte Försters Weinterrassen in Walporzheim

Serie | Walporzheim · Die GA-Redakteure Volker Jost und Sven Westbrock haben einen Kulinarik-Führer für das Ahrtal nach der Flut geschrieben. Ein Tipp aus ihrem Buch: die Gaststätte Försters Weinterrassen in Walporzheim.

 Die Gaststätte Försters Weinterrassen in Walporzheim gehört zu den Lieblingsplätzen der GA-Redakteure Volker Jost und Sven Westbrock.

Die Gaststätte Försters Weinterrassen in Walporzheim gehört zu den Lieblingsplätzen der GA-Redakteure Volker Jost und Sven Westbrock.

Foto: Sven Westbrock

Nie war es leichter und genussvoller zugleich, einen eigenen Beitrag zum Wiederaufbau des Ahrtals zu leisten. Ein Besuch in einem der zahlreichen Restaurants, Weingüter oder Hofläden, die den Wiederaufbau tapfer geschafft und in neuem Glanz mit moderner Ausstattung ihre Türen wieder geöffnet haben, genügt schon. Nach der Flut lautet das Motto entlang des Flusses nicht von ungefähr: „We AHR open!“ Die beiden GA-Redakteure Volker Jost und Sven Westbrock haben mit ihrem Buch „Lieblingsplätze für Genießer – Ahrtal“ jetzt einen Kulinarik-Führer dazu geschrieben. In loser Folge stellen wir die Topadressen in einer der an Gaumenfreuden reichsten Regionen Deutschlands vor. Diesmal ist die Walporzheimer Gaststätte Försters Weinterrassen an der Reihe.

Barcelona, Lanzarote, Wien, Walporzheim – wer glaubt, dass das kleine Winzerdorf nicht in die Aufzählung bekannter Städte passt, der zieht voreilige Schlüsse. Schließlich geht es um außergewöhnliche Architektur, und die hat die Walporzheimer Gaststätte Försters Weinterrassen auf dem Rotweinwanderweg definitiv zu bieten. Statt rechter Winkel dominieren geschwungene Linien, die im Einklang mit der Natur stehen sollen. Gehalten ist das Gebäude in gedeckten Erdtönen, ergänzt von stilisierten Pflanzen in bunten Farben. Der Bau, der an der Stelle des einstigen Aussiedlerhofs des Weinguts Försterhof steht, wurde von dem berühmten spanischen Architekten Antoni Gaudí inspiriert, der die Sagrada Família in Barcelona schuf, und vom Bildhauer César Manrique, der vor allem auf Lanzarote wirkte. Auch Einflüsse des Wiener Künstlers Friedensreich Hundertwasser sind zu erkennen.

Architekt aus Heimersheim

Die Umwandlung des Hauses nahm im Jahr 1999 der Architekt Udo Heimersheim vor. Neben den natürlichen Formen stellte er sicher, dass die Besucher der Gaststätte eine außergewöhnliche Fernsicht genießen können. Der Blick schweift nicht nur über die Rebenhänge des Ahrtals, sondern reicht bis tief in die Eifel. Nicht zuletzt kommen die Gäste kulinarisch voll auf ihre Kosten. Ahrforelle, Flammkuchen, Schnitzel und deftige Brotzeiten stärken die vorbeiziehenden Wanderer für die nächste Etappe. Saisonal stehen zudem Wildgerichte auf der Karte. Ergänzt werden die Speisen am besten von einem der edlen Tropfen des Weinguts Försterhof. Wer sich mit einem Vorrat eindecken will, wird in der hauseigenen Vinothek fündig.

Tipp: Der Rotweinwanderweg liegt direkt vor der Haustür. Er führt insgesamt rund 35 Kilometer von Altenahr nach Bad Bodendorf. An Försters Weinterrassen bietet sich die sechste Etappe an, die die 3,4 Kilometer von Walporzheim nach Ahrweiler umfasst.

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