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Veranstaltung in Bad Neuenahr: Weniger Gäste beim Köchemarkt als in den Vorjahren

Veranstaltung in Bad Neuenahr : Weniger Gäste beim Köchemarkt als in den Vorjahren

Nur 1000 Besucher durften sich gleichzeitig beim Köchemarkt in Bad Neuenahr aufhalten: Die Veranstaltung im Kurpark, die wegen des Coronavirus entzerrt wurde, lockte weniger Gäste als in den Vorjahren an.

Unter den Corona-Richtlinien werden viele neue Ideen entwickelt. Das galt auch beim Köchemarkt, der am Sonntag im Bad Neuenahrer Kurpark stattfand. Anders, als in den vergangenen Jahren, nutze die heimische Kochelite dabei für ihre Präsentation nicht nur den Bereich rund um den großen Springbrunnen. Diesmal ging’s auch auf die Wiesen und Wege hin zur Ahr. Die Folge: Mehr Platz und kein Gedränge.

„Das ist die beste Aufteilung, die wir je hatten“, sagte sich Sternekoch Hans Stefan Steinheuer zur neuen Platzierung. Er hatte sich beim Köchemarkt um die Hauptdarsteller gekümmert, nämlich die Gastgeber. Den Part des Veranstalters übernahm die Ahrtal- und Bad Neuenahr Marketing GmbH schon aufgrund ihrer großen Erfahrung mit der Umsetzung der Corona-Regeln.

1000 Besucher durften sich gleichzeitig im Kurpark aufhalten, akribisch wurde an den Ein- und Ausgängen gezählt. Allerdings merkten die Veranstalter schon früh, dass es in diesem Jahr wohl nicht so einen Ansturm wie in den vergangenen Jahren geben würde. Früher bildeten sich schon zur Öffnungszeit lange Schlangen vor dem Kurpark.

Diesmal lief das gastronomische Ereignis verhalten an, um die Mittagszeit sah es noch recht leer aus, obwohl auch da schon etliche Hundert Menschen die Einlasszone passiert und sich zu den kulinarischen Ständen aufgemacht hatten. Die Höchstbesucherzahl wurde aber über den gesamten Tag nicht erreicht.

Ohne Maske läuft auf den Wegen und an den Ständen bei „Genuss am Fluss“ in Bad Neuenahr nichts. Foto: Martin Gausmann

Das, was den Gästen geboten wurde, ließ einem bereits beim Lesen der Speisekarten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Organisator Hans Stefan Steinheuer hatte Island Kabeljau oder Rindertafelspitz auf der Karte, Roberto Lauricella aus dem „La Concordia“ in Hemmessen wartete mit Seeteufelfilet oder Pulpo-Kartoffelsalat auf. Beim „Vieux Sinzig“ hatte Jean-Marie Dumaine die schon obligatorischen Tagliatelle mit Sommertrüffeln im Angebot, aber auch Lotte oder Kalbsfrikassee. Hauke Metzler präsentierte Scampi und Jakobsmuscheln auf exotischen Früchten oder Zanderfilet mit Bacon.

Neu und nicht von der Ahr war in diesem Jahr der Stand des „Redüttchen“ aus Bad Godesberg. Matthias Pietsch unterstrich mit seiner Präsenz die Zusammenarbeit Bonner und Ahrtaler Gastronomen in der Vereinigung „Bonn culinahr“. Pietsch wartete mit Lachsforellen, Steinbutt oder Eifelrind-Schulter auf. Insgesamt konnten an den fünf Gastroständen 25 Vor-, Haupt- und Nachspeisen gekostet werden, frische Austern und asiatische Spezialitäten rundeten das Speisenangebot ab.

Auch die Getränken konnten sich schmecken lassen. Edle Tropfen aus den besten Weingütern der Ahr funkelten in den Gläsern. Wer wollte, konnte aber auch ein frisch gezapftes Pils oder eine Kaffeespezialität genießen. Obligatorisch in der Hitze des Tages war dazu heimisches Mineralwasser auf fast jedem Tisch.

Kein Konzert am Vorabend

Dass die Veranstaltung, die sonst für die gesamte Stadt einen Publikumsmagnet darstellt und für die meisten Gastronomen, vor allem in der Peripherie des Kurparks den besten Tag des Jahres bedeutet, stark rückläufig war, dürfte einige Gründe gehabt haben. Zum einen war es knallig heiß. Schon am Vormittag stieg das Thermometer über die 30-Grad-Marke.

Zudem scheuen sich viele Menschen in Corona-Zeiten, Veranstaltungen zu besuchen, auch wenn diese im Außenbereich stattfinden. Und schließlich dürften viele der Stammgäste davon ausgegangen sein, dass der Köchemarkt wegen der Pandemie gar nicht stattfindet, zumal die sonst immer am Vorabend stattfindende Open-Air-Konzertveranstaltung der Vereinigung „Ahrtal de luxe“ bereits frühzeitig abgesagt worden war. Veranstalter, Köche und Winzer bezeichneten es dennoch unisono als wichtig, „dass wieder Veranstaltungen, wie der Köchemarkt angeboten werden“.