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Umweltschutz und nachhaltiges Handeln: Bildungsministerin zeichnet zwei Schulen aus

Umweltschutz und nachhaltiges Handeln : Bildungsministerin zeichnet zwei Schulen aus

Die Boeselager-Realschule und das Are-Gymnasium sind zwei von 22 Schulen in Rheinland-Pfalz, denen bei der virtuellen Feierstunde von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig und der Landesschülervertretung (LSV) die Plakette „Nachhaltige Schule“ zugesprochen wurde.

Immer, wenn an der Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Realschule am Kiosk jemand das Flaschenpfand nicht zurück möchte, unterstützt er damit die Kinder der Partnerschule in Lima. Und rund um die Schule locken Wildblumen und „Hotels“ Insekten an.

Am Are-Gymnasium reicht gar die bloße Anwesenheit von Schülern und Lehrern, um Räume zu beheizen. Das sind nur einige Beispiele für Nachhaltigkeit, und die Boeselager-Schule und das Are-Gymnasium sind zwei von 22 Schulen in Rheinland-Pfalz, denen bei der diesjährigen virtuellen Feierstunde von der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig und der Landesschülervertretung (LSV) die Plakette „Nachhaltige Schule“ zugesprochen wurde.

Nach der gemeinsamen Ausschreibung von LSV und Bildungsministerium hatten sich dafür Schulen aller Schularten, die sich um nachhaltiges Handeln und Umweltschutz verdient machen, bewerben können. Und alle teilnehmenden Schulen haben laut Hubig auch die auch wegen Corona etwas reduzierte Punktzahl erreicht.

Besonders positiv aufgefallen bei der Bewerbung der Boeselager-Schule sei die Pfandaktion für Lima, sagte Elias Manhillen vom LSV-Vorstand, der ebenfalls aus dem Kreis Ahrweiler stammt und mit zwei weiteren LSV-Mitstreitern kurz auf einige Nachhaltigkeitsprojekte jeder Schule einging: „Da wird aus dem Müll von anderen noch was Gutes getan für die Partnerschule.“ Für das Are-Gymnasium stellte Manhillen unter anderem eine „sehr tolle Energiebilanz“ und ein „sehr tolles Bewerbungsvideo“ heraus.

Die Initiative für die Bewerbung der Boeselager-Schule sei von Schülerseite ausgegangen, erklärte Lehrerin Dorothee Hölters auf GA-Nachfrage. Die Zehntklässlerinnen Maxi Huther und Emma Grzenia hätten dazu angeregt, auch weil im vergangenen Jahr als Schulgemeinschaft wenig möglich gewesen sei. Die Bewerbung griff die Pfandsammelaktionen zur Spendensammlung für Essen und Bildung für peruanische Kinder auf sowie den Schulgarten und das eingeführte Mehrwegsystem zur Abfallvermeidung. Das Are-Gymnasium nutzt laut Schulleiter Heribert Schieler ebenfalls Mehrweg-Porzellantassen im Bistro und hat unter anderem für die Schulbuchausleihe von Plastiktüten auf Stoffbeutel umgestellt. Über die Effizienz des 2011 eingeweihten Anbaus mit Klassen- und Fachräumen sowie der Mensa stellt er fest: „Die Körperwärme der Personen darin reicht aus, um die Räume im Gebäude auf eine angenehme Temperatur zu bringen.“

„Toll, dass sich so viele Schulen, obwohl das Thema eigentlich ein anderes war und die Sorgen andere waren, trotzdem für die Plakette ‚Nachhaltige Schule“ beworben haben“, fand Hubig. „Wir haben uns 2019 zusammengesetzt und diskutiert: Wie soll es eigentlich mit Fridays for future weitergehen: Muss man nur demonstrieren oder kann man auch was tun?“ Der LSV habe sich entschieden, etwas zu Tun und nachhaltiges Handeln und Umweltschutz an den Schulen weiterzubringen. Zwei Runde Tische hätten dann unter anderem zur Ausschreibung geführt. Die Plakette mit drei verschieden grünen Blättern vor einer Gebäudesilhouette sollen die beteiligten Schulen teils schon in den nächsten Tagen erhalten.