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52 Jahre Bad Neuenahr-Ahrweiler: Der Bindestrich feiert Geburtstag

52 Jahre Bad Neuenahr-Ahrweiler : Der Bindestrich feiert Geburtstag

Am 7. Juni 1969 schlossen sich Bad Neuenahr und Ahrweiler zu einer Stadt zusammen. Ihre eigene Identität haben sich die einzelnen Stadtteile aber bis heute bewahrt.

Der Bindestrich wird am heutigen Montag 52 Jahre alt: Aus den Städten Ahrweiler und Bad Neuenahr wurde im Zuge der damaligen Gebietsreform in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 1969 die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dass Bad Neuenahr seitdem vorne im Namen auftaucht, verdankt es seinem Status als Kurort. Denn dem damaligen Ministerpräsident und späteren Bundeskanzler Helmut Kohl zufolge sollte das „Bad“ im Stadtnamen vorne zu finden sein. Dabei war Ahrweiler schon seit dem Mittelalter Stadt, während Bad Neuenahr die entsprechenden Rechte erst 1951 verliehen wurden. Dazu kamen die zuvor eigenständigen Gemeinden Heimersheim, Gimmingen, Kirchdaun und Lohrsdorf, das zur Verbandsgemeinde Bad Neuenahr gehörte. Erst 1974 wurde indes Ramersbach eingemeindet. Am 8. Juni 1969 wurde erstmals ein gemeinsamer Stadtrat gewählt, der am 3. Juli zu seiner ersten Sitzung zusammenkam. Und zwar im Hotel „Rheinischer Hof“.

Am 20. Oktober 1969 wählte der Stadtrat dann Rudolf Weltken zum ersten Bürgermeister der Bindestrich-Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als Andernacher, der zuvor beim Landratsamt Neuwied tätig war, kam er von außen und konnte so frei von persönlichen Beziehungen die Stadt einen, weiß das AW-Wiki zu berichten.

Doch wie ist es heute, mehr als ein halbes Jahrhundert später, um die Einheit der Stadt bestellt? Bürgermeister Guido Orthen zufolge gibt es noch immer viel Eigenständigkeit – was er positiv meint. „Obwohl mittlerweile bereits über 50 Jahre ein Teil der Gesamtstadt, haben die 13 Stadtteile ihre ortstypischen Eigenarten und Identitäten auch dank ihrer Einwohnerinnen und Einwohner nie verloren – nicht umsonst stand das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2019 unter dem Motto ,Vielfalt in Einheit – Einheit in Vielfalt´“, äußert sich Bürgermeister Orthen gegenüber dem General-Anzeiger. Besonders dazu beigetragen hätten die „zahlreichen Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in Vereinen, privaten Initiativen oder Gemeinschaften in der Stadt einbringen und engagieren“. Denn sie pflegten damit nicht nur die Tradition ihrer Orte und Region, sondern trügen entscheidend zum Zusammenwachsen aller Menschen in der Stadt bei. Diese zeichnet sich laut Orthen „als facettenreiches Mittelzentrum mit einer historisch gewachsenen attraktiven und modernen städtischen Infrastruktur aus“.