Landesgartenschau in Bad Neuenahr Der erste Baum wurde auf dem Laga-Gelände gepflanzt

Bad Neuenahr · Unweit der Kurgartenbrücke in Bad Neuenahr haben Bürgermeister Guido Orthen und die Geschäftsführer der Landesgartenschau 2022 (Laga) eine Winterlinde gepflanzt: Der erste von 400 jungen Bäumen für die Laga.

 Jörn Kampmann (v.l.), Andreas Thielen, Laga-Maskottchen Ahrvin, Matthias Schmauder-Werner und Guido Orthen pflanzen den ersten Baum.

Jörn Kampmann (v.l.), Andreas Thielen, Laga-Maskottchen Ahrvin, Matthias Schmauder-Werner und Guido Orthen pflanzen den ersten Baum.

Foto: Martin Gausmann

Der erste Baum der Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr ist gepflanzt. Unweit der Kurgartenbrücke setzten Bürgermeister Guido Orthen und die Laga-Geschäftsführer Jörn Kampmann und Matthias Schmauder-Werner eine Winterlinde. Dies auf einer sogenannten Musterfläche am Ahrufer. Dieser ersten Linde sollen im Herbst des nächsten Jahres weitere 400 Bäume folgen.

Es sind noch etwas weniger als zwei Jahre bis zur Eröffnung der Landesgartenschau. „Genau die richtige Zeit also, um mit einer Maßnahme zur Gestaltung ein Highlight auf dem Weg bis zum Beginn der Großveranstaltung zu setzten“, meinte Kampmann.

Acht Meter hohe Linde gepflanzt

So wurde an der Georg Kreuzberg-Straße in Höhe der Knappschaft-Klinik die knapp acht Meter hohe Linde mit einem Stammumfang von rund 30 Zentimetern ins Erdreich gebuddelt. Dies auf dem bisherigen Fußgängerweg, der künftig näher an die Ahr hin verlegt wird. Insgesamt liege man nach wie vor mit allen Planungen im Zeitplan, unterstrich die Laga-Gesellschaft: „Alles ist im grünen Bereich.“

Bereits in Kürze wird nun auch eine attraktive Sitzgelegenheit dazu einladen, an der Linde die Uferidylle zu genießen. Außerdem wird eine Beleuchtung angebracht. Auf der angelegten Musterfläche an der Ahr werden die dort eingesetzten Materialien zunächst geprüft, ehe es dann zu größeren Ausschreibungen kommt, berichtete Laga-Geschäftsführer Schmauder-Werner.

Vorfreude bei den Bürgern auf die Landesgartenschau

„Wir sind froh und stolz, Gastgeber der fünften rheinland-pfälzischen Landesgartenschau sein zu dürfen. Die Pflanzung der Linde ist nur der Auftakt und soll bei den Bürgern unserer Stadt Neugierde wecken auf all die schönen Aktionen, denen sie in den nächsten Jahren im Zuge der Gartenschau begegnen werden“, meinte Bürgermeister Orthen. Es sei ein Anliegen, mit der Baumpflanzung nicht nur gestalterisch einen Akzent zu setzen, sondern ebenso ideell, unterstrich Kampmann. „Der Baum steht für die Kraft der Natur, das Leben und die Zukunft“, fügte er etwas pathetisch hinzu. Gerade in dieser doch von so vielen Einschränkungen geprägten Zeit sei der Baum „ein schönes Zeichen“, das den Menschen in Bad Neuenahr-Ahrweiler Vorfreude auf die Landesgartenschau bringen solle.

Die Laga wird vom 20. April bis zum 16. Oktober 2022 unter dem Motto „Auf das Leben“ stattfinden und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler auf einer Länge von mehr als sechs Kilometern in eine bunte Fläche aus Natur, Veranstaltungen und Aktionen verwandeln.

Kritik vom BUND an geplanten Baumfällungen

Der Bund Umwelt und Naturschutz (BUND) hingegen steht den Aktionen der Landesgartenschaugesellschaft eher skeptisch gegenüber: „Nach wie vor sind die Folgen der vorgesehenen Fällung von 230 alten Bäumen in den östlichen Parks für das empfindliche Kleinklima in der Stadt ungeklärt. Diesen Fakt gibt die Stadt unumwunden zu: Alle Maßnahmen im Rahmen der Vorbereitung und der Durchführung der Großveranstaltung werden nicht in die lokale Klimabilanz eingerechnet“, so der Geschäftsführer der BUND-Kreisgruppe, Andreas Oswald.

Aus seiner Sicht sei dies in Zeiten des „dramatischen Klimawandels und der warnenden Worte von Bundeskanzlerin Merkel“ eine nicht hinnehmbare Vorgehensweise. Die Berücksichtigung regionaler Klimafragen mit Blick auf die beabsichtigten Baumfällungen sei „eine unabdingbare Voraussetzung“ dafür, dass nicht nur der BUND, sondern auch Einwohner und Gäste die Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler weiterhin positiv begleiten würden.

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