1. Region
  2. Ahr & Rhein

Tote auf der Nordschleife: Der Nürburgring verändert die Unfallstatistik

Tote auf der Nordschleife : Der Nürburgring verändert die Unfallstatistik

Zwei Toten auf der Nordschleife steht ein tödlicher Unfall auf der Straßen gegenüber. Insgesamt wurden 1116 Unfälle gegenüber 1103 im Jahr zuvor registriert.

Von Dernau bis Müllenbach und von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bis Hohenleimbach - das ist der Dienstbezirk der Polizeiinspektion Adenau. Für diesen Bereich legte Polizeichef Eugen Linden jetzt die Unfallstatistik für 2011 vor. Die erfreuliche Nachricht: Gab es 2010 noch sechs tödliche Unfälle, gab es im vergangenen Jahr "nur" einen. Ein Rückgang von 83,3 Prozent.

Insgesamt wurden 1116 Unfälle gegenüber 1103 im Jahr zuvor registriert. Dabei wurden bei 170 Unfällen 58 Menschen (1 Kind) schwer, 173 Menschen (vier Kinder) leicht verletzt. 2010 waren es 173 Unfälle mit 60 Schwer- und 176 Leichtverletzten.

19 Unfälle waren 2011 auf Alkoholeinfluss zurückzuführen, bei zwei Unfällen standen die Fahrer unter Drogen. Bei diesen Unfällen gab es sechs Schwerverletzte und 19 Leichtverletzte. Die meisten Unfälle ereigneten sich an den Wochenenden. Unfallträchtigster Monat war der Juni. Die Zahl der Bagatellunfällen betrug mit 879 neun mehr als im Jahr zuvor.

Diese an sich positive Bilanz ändert sich jäh, wenn die Touristenfahrten auf dem Nürburgring einbezogen werden. Denn diese sind eigentlich nicht Bestandteil der Statistik für die öffentlichen Straßen. So gab es auf der Nordschleife des Nürburgrings (in Klammern die Zahlen 2010) 124 (78) Unfälle. Dabei erlitten zwei (0) Verkehrsteilnehmer tödliche Verletzungen, 36 (21) wurden schwer, 49 (22) wurden leicht verletzt. An 57 (39) Unfällen waren Motorräder beteiligt.

Als Hauptursachen für die Unfälle auf öffentlichen Straßen führt Eugen Linden zu hohe Geschwindigkeit an. Es folgen zu geringer Abstand, Fehler beim Abbiegen oder Wenden und Nichtbeachten der Vorfahrt. Die Zahl der Wildunfälle ist von 288 auf 306 gestiegen.