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Aussichtpunkt für Wanderer und Weinfreunde an der Ahr: Die schönste Weinsicht ist hoch über Mayschoß

Aussichtpunkt für Wanderer und Weinfreunde an der Ahr : Die schönste Weinsicht ist hoch über Mayschoß

Die eiserne Stele auf dem Plateau der Saffenburg trägt die Aufschrift „Schönste Weinsicht 2020“. Das Deutsche Weininstitut hat jetzt bescheinigt: Genau dieser Blick auf den alten Weinort Mayschoß und ins Ahrtal ist besonders atemberaubend und einer der schönsten in der gesamten Region.

Was Einheimische und Gäste der Ahr längst wussten, ist nun auch sozusagen amtlich bestätigt: Der Blick vom Plateau der Mayschosser Saffenburg auf den alten Weinort und ins Ahrtal ist einer der schönsten in der gesamten Region. Er fasziniert die Sinne und stimuliert zum Bleiben und zum Träumen.

Besonders jetzt im Herbst, wo sich der gegenüberliegende Mönchberg, eine der besten Weinlagen der Ahr, in herbstlich buntem Farbenspiel präsentiert, aus dem sich der Turm der Pfarrkirche spitz in den Himmel reckt, während sich die Häuser ins enge Tal schmiegen.

Das Deutsche Weininstitut hat den Platz in der Höhe zur „Schönsten Weinsicht 2020“ an der Ahr gekürt. Damit steht er in einer Reihe mit den Schönsten Weinsichten am Altenahrer Eck (2012) und dem Dernauer Sonderberg (2016).

Enthüllung der Stele auf dem Plateau der Saffenburg: Weinkönigin Emily Bäcker und Frank R. Schulz vom Deutschen Weininstitut. Foto: Martin Gausmann

Eine Stele mit filigran ausgeschnittenem abstrahiertem Traubenmotiv markiert die Stelle für den optimalen Blick über das Dorf und in die Landschaft. Die Stele aus rostig schimmerndem witterungsbeständigen Cortenstahl ist Blickfang auf dem Plateau.

Enthüllung der Stele mit Weinkönigin Emily Bäcker

„Es ist einer meiner Lieblingsplätze“, bestätigte die Mayschosser Weinkönigin Emily Bäcker bei der Enthüllung der Stele zusammen mit Frank Schulz, dem Leiter der Abteilung Kommunikation des Deutschen Weininstituts.

Als Vertreter des Vereins Ahrwein moderierte Matthias Baltes, der Vorsitzende der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr, den Festakt. Baltes erinnerte daran, dass der Platz in der Höhe nur dank Jahrzehnte langer ehrenamtlicher Arbeit von Mitgliedern des Fördervereins Saffenburg saniert und zu einem Anziehungspunkt für Wein- und Naturfreunde gemacht worden sei.

„Stolz, an der Schönsten Weinsicht 2020 zu stehen“, zeigte sich der Mayschosser Bürgermeister, Hubertus Kunz.

Kunz dankte auf dem Burgplateau dem Verwalter der von Arenbergischen Güter an der Ahr, Jan Kwade, für die Erlaubnis des Eigentümers, Prinz Pierre von Arenberg, den Aussichtspunkt zu nutzen.

Historie, Kultur und Naturschönheit an einem Platz vereint

„Der Platz vereint Historie, Kultur und Naturschönheit“, zitierte Kunz aus dem Genehmigungsbescheid. Drei Aussichtspunkte hatte die Ahr ins Rennen um die Schönste Weinsicht 2020 geschickt, außer der Saffenburg den Blick von der Eifelvereinshütte „Akropolis“ und einen Blick in Walporzheim.

Verbandsbürgermeisterin Cornelia Weigand listete eine Reihe von Superlativen auf, die die Gegend beschreiben können: beste Winzer, beste Weine, älteste Winzergenossenschaft, Natur, Wälder, Trockenmauern. Sie sprach über die Weinbautradition seit der Römerzeit. Ein besonderes Lebensgefühl zeichne die Region aus.

Als Erster Kreisbeigeordneter gratulierte Horst Gies. „Es ist einfach traumhaft hier, und dazu gibt es die passenden Weine“, lobte er.

Wirtschaftsfaktor Weintourismus

Frank Schulz vom Deutschen Wein­institut berichtete, dass der Entscheid für die Schönste Weinsicht 2020 in allen 13 deutschen Anbaugebieten erstmals ohne Jury, dafür aber öffentlich und online stattgefunden habe. Die Beteiligung sei groß gewesen. Für Fremde, die sich eine Region erschließen wollten, seien derart herausragende Punkte wichtig. Entscheidend für die Auszeichnung eines Ortes sei auch, dass er gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sei.

„Wir wollen mit dieser Initiative neue touristische Ziele in den Anbaugebieten schaffen, die zu einem Besuch der Weinregionen und zum Genuss der Weine vor Ort einladen“, so Schulz Der Weintourismus entwickle sich zu einem wachsenden Wirtschaftsfaktor – nicht nur im Ahrtal.