"Zweig" will Generationenhaus: Eine alternative Wohnform

"Zweig" will Generationenhaus : Eine alternative Wohnform

Noch ist ihr Traum vom Generationenwohnhaus Zukunftsmusik, aber mit der Gründung und Eintragung des Vereins "Zweig" haben dessen Mitglieder einen ersten Schritt gemacht.

Mit Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen haben die Vorstandsmitglieder Rainer Stuckenschmidt, Gisela Querbach, Ulla Reimann, Annette Glauner und Heike Krämer-Resch zudem jetzt über die Möglichkeiten der Umsetzung alternativer Wohnformen für Jung und Alt in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesprochen.

Die kommissarische Vorsitzende Gisela Querbach stellte den Verein und seine Ziele vor und erklärte: ,,Wir wünschen uns, dass man uns zeitnah informiert, sollten Baueinheiten oder Grundstücke von der Stadt ausgeschrieben werden. Die Mehrheit der Mitglieder und Interessenten möchte mieten, aber wenige nur kaufen." In diesem Wissen werde der Verein an mögliche Investoren und Bauherren herantreten. Querbach erklärte aber auch, dass sich der Verein bewusst sei, dass das gewünschte Projekt nicht kurzfristig umgesetzt werden könne.

Zweig steht für "Zusammen wohnen eigenständig in Gemeinschaft". Das Vereinsziel sei ein Haus, gleich ob Alt- oder Neubau, in dem Menschen unterschiedlichen Alters und von unterschiedlichem Status miteinander leben. Es solle über mindestens zwei separate Wohneinheiten verfügen, in denen die Bewohner in ihren eigenen Wohnungen in einer bedarfs- und altersgerechten Aufteilung wohnten.

Gemeinschaftlich genutzte Außenanlagen, Hobbyräume und andere Zimmer sollen den Kontakt untereinander fördern. Jungen Familien sollten Angebote zur Kinderbetreuung zugutekommen, wenn etwa ältere Menschen die Funktion von Großeltern übernähmen. Im Gegenzug könnten Senioren auf die Jüngeren zählen, wenn es ums Einkaufen, Kochen oder andere Gemeinschaftstätigkeiten gehe.

"Das eine gute Sache, die ich begrüße. Und es ist gut, dass sich die Interessierten selbst auf den Weg machen, eine solche Idee auch umzusetzen", erklärte Orthen. Als "interessant" wertete auch der Leiter der Abteilung Generationen und Sport in der Stadtverwaltung, Armin Horst, das Projekt. Wenn das vorgestellte Konzept einmal umgesetzt worden sei, sei nicht auszuschließen, dass es zukunftsfähige Nachahmungsprojekte im Kreis Ahrweiler geben werde. Notwendig sei es indes, detaillierte Pläne zu entwickeln und in die richtigen Bahnen zu lenken. Absehbar sei, dass anfänglich sicherlich mehr ältere Menschen dafür zu gewinnen seien als junge.

Der Vorstand des noch jungen Vereins nimmt gerne Spenden zur Erreichung seiner Vereinsziele an. Weitere Informationen unter www.zweig-ev-aw.de.