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Sommerrodelbahn Altenahr: Eine Zukunft für die Sommerrodelbahn

Sommerrodelbahn Altenahr : Eine Zukunft für die Sommerrodelbahn

Die Sommerrodelbahn in Altenahr soll eine Zukunft haben. Um ihren Erhalt und die zeitgemäße Sanierung und Modernisierung ging es jetzt im Bauausschuss der Verbandsgemeinde Altenahr, der einen Planungsentwurf zu dem Areal absegnete. Die Anlagen der Sommerrodelbahn sind großteils jahrzehntealt.

Ein neues Verfahren mit dem Ziel einer Zukunftssicherung der Einrichtungen an der Sommerrodelbahn in Altenahr kommt in die Gänge. Erforderlich sind eine Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans (FNP) der Verbandsgemeinde (VG) Altenahr und die Aufstellung eines Bebauungsplans durch die Ortsgemeinde Altenahr.

Schon vor etwa zehn Jahren hatte Eigentümer Eugen Dick Anstrengungen zur Sicherung und Erweiterung der Anlagen auf Altenahrer Gebiet, grenzend an Kalenborn, unternommen. Mehrere Verfahren in den Gremien von Verbandsgemeinde und Ortsgemeinde waren allerdings nicht zu Ende geführt worden.

Auf Antrag des Eigentümers hatte die Ortsgemeinde Altenahr die Sache im Mai erneut ins Rollen gebracht und dem Büro für Immissionsschutz, Städtebau, Umweltplanung (ISU) in Bitburg den Auftrag für die Bauleitplanung gegeben.

Der Bauausschuss der Verbandsgemeinde hat sich jetzt mit den Ergebnissen befasst. Nach längerer Diskussion beschloss er mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, den Flächennutzungs- und Landschaftsplan der VG für den Bereich „Hotel und Sommerrodelbahn am Roßberg“ zu ändern.

Das etwa fünf Hektar große Areal mit der jetzigen Bestimmung „Flächen für die Landwirtschaft“ soll neu als „Sonderbauflächen mit der Zweckbestimmung Freizeit, Erholung, Tourismus“ ausgewiesen werden. Der Ausschuss erkannte den Entwurf des Büros ISU an. Die Ortsgemeinde Altenahr soll parallel zur Änderung des FNP durch die VG einen Bebauungsplan aufstellen. Die Öffentlichkeit soll frühzeitig beteiligt werden. Die Kosten für das gesamte Verfahren trägt der Investor.

Ziel ist laut ISU nicht mehr der Ausbau der Einrichtungen am oberen Roßberg zu einem großen Freizeitpark, sondern der Erhalt und die zeitgemäße Sanierung und Modernisierung der großteils jahrzehntealten Anlagen. Die Rodelbahn gibt‘s seit 1983. Erforderliche Änderungen sollen möglich sein, um die Anlage zukunftsträchtig zu machen und als wichtiges touristisches Angebot für die Region langfristig zu erhalten. Möglichkeiten zu einer moderaten Erweiterung und zu Ergänzungen sollen gegeben werden, damit die Einrichtungen auf Dauer wirtschaftlich tragfähig betrieben werden können. Das Hotel soll vergrößert und die Gastronomie geändert werden.

Wie Planer Klaus Zimmermann ausführte, haben Untersuchungen ergeben, dass die Anlagen auf dem Areal bis auf wenige Ausnahmen wie Ententeich, Ziegenstall und einige Container, genehmigt sind. Das war in früheren Verfahren angezweifelt worden, was zu heftigen Irritationen geführt hatte.

Keine neuen Argumente der Kritiker

Kritiker der Planung führten im Ausschuss, wie schon in den drei früheren Verfahren, an, dass sich der Eigentümer oder ein Nachfolger möglicherweise nicht an die Regelungen in den neuen Planwerken halten werde. Claudia Kolle vom Bauamt der VG führte aus, dass ein künftiger Bebauungsplan eindeutig regele, was genehmigungsfähig sei. Gegen Verletzungen könne man vorgehen. Sie sagte auch, dass der Kreis in seiner landesplanerischen Stellungnahme keine Bedenken gegen die Änderungen vorgebracht habe. Zimmermann räumte ein, dass künftige politische Gremien nicht unbedingt an frühere Entscheidungen gebunden seien. Ein Bebauungsplan könne jederzeit geändert werden.

Auf Antrag von Ingrid Näkel-Surges (CDU) beendete Verbandsbürgermeisterin Cornelia Weigand die Diskussion. Näkel-Surges hatte angeführt, dass pro oder contra keine neuen Aspekte vorgetragen worden seien.