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Herbstzauber in Sinzig: Einige Händler springen kurzfristig ab

Herbstzauber in Sinzig : Einige Händler springen kurzfristig ab

Sinziger Herbstzauber verzeichnet einen eher zurückhaltenden Besuch

Mit Handdesinfektion, Einbahnstraßen und viel Platz zwischen den Ständen wurde auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert. „Wir haben die Vorschriften nicht nur erfüllt, sondern überschreiten sie noch“, erklärte der Vorsitzende Reiner Friedsam auf GA-Nachfrage. Im Vorfeld freute er sich „über 32 Aussteller, eine Rekordbeteiligung“, mit der vom Markt bis Kirchplatz, in der Koblenzer und Ausdorferstraße über 200 laufende Marktmeter zu bewerkstelligen seien. Doch ein paar hatten noch zuletzt abgesagt.

Am Mittag, ließ sich der Besuch des Innenstadt-Zaubers schleppend an. Hoffnungen auf den Nachmittag dämpfte der dann einsetzende Regen. Zwar lauschte eine ganze Gruppe beim Bratpfannen-Mann, der sein Produkt stimmkräftig bewarb. Ansonsten schauten sich nur vereinzelt Gäste und Paare, die alle Masken trugen, auf dem Markt um. „In der Fußgängerzone in Ahrweiler ist unter der Woche zehn Mal so viel Betrieb“, meinten Gäste aus Remagen. Zuckerwatte, Wurst und heiße Waffeln gab’s für den Gaumen, Schals und Mützen gegen die Kälte von Ursula Piel aus Oberzissen und von ihren Mann Thomas Solinger Schneidwaren, „seit 70 Jahren von der Familie vertrieben“.

Der Markt bot ebenso Lederwaren, „Einwegmasken in Apothekerqualität“, Gewürze und Halbedelsteine, Naturbürsten von einem Händler aus Frechen. Der Bad Breisiger Patrick Kapser hatte selbstgefertigte Trinkhörner und Brandmalerei dabei. Man konnte das Buch „111 Orte im Ahrtal“ von Daniel Robbel und Dirk Unschuld erwerben sowie die Bücher der Geistheilerin Martina Wissen aus Sinzig.

Auf dem Marktplatz verkauften SWR-Gartenexpertin Heike Bungarten und Helfer nachhaltige Stauden, Gehölze und Blühpflanzen. „Das kommt eins zu eins in die Tasche der VOR-Tour der Hoffnung für krebs- und leukämiekranke Kinder“, versicherte sie. Ihr Nachbar, der Sinziger Wassersportverein, lenkte mit zwei bunten Kanus die Aufmerksamkeit insbesondere auf seine Jugendabteilung. So musste auch der frühere Vorsitzende Hans-Jürgen Christ die Vereinsbelange nicht alleine vertreten, sondern hatte zur Verstärkung Raphael 11 Jahre und Jannick, 13 Jahre, an seiner Seite. Im Nachbarpavillon präsentierten Erika und Paul Hömmerich aus Bad Breisig originelles Handwerk: sie Gartenkeramik und er Schönes aus Holz.