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Auflagen des Landes: Eröffnung der Freibäder in der Ahrtal-Region verschiebt sich

Auflagen des Landes : Eröffnung der Freibäder in der Ahrtal-Region verschiebt sich

In Remagen und Bad Neuenahr müssen Schwimmfreunde noch etwas Geduld aufbringen, ehe sie ins kühle Nass springen. Da das Land erst am Dienstag mitgeteilt hat, mit welchen Auflagen die Bäderöffnungen verbunden sind, verzögern sich die Starttermine noch etwas.

So mancher hat sich vielleicht auf einen Sprung ins kühle Freibadnass gefreut. Schließlich dürfen seit Mittwoch dieser Woche die Freibäder wieder öffnen, unter strengen Auflagen natürlich. In Remagen oder auch in Bad Neuenahr werden Bikini- und Badehosenfreunde jedoch noch etwas Geduld aufbringen müssen: Da das Land erst am Dienstag mitgeteilt hat, mit welchen Auflagen Bäderöffnungen verbunden sein werden, kommt es nun zu Verschiebungen, da nicht überall im offenkundig von Mainz erwarteten Blitztempo das umgesetzt werden kann, was man im Land für einen geordneten Bäderbetrieb erwartet.

Auf gleich fünf Seiten ist zu lesen, was in Freibädern zu beachten und umzusetzen ist. So dürfen bei Nutzflächen bis 800 Quadratmeter maximal 80 Gäste ins Bad, ab dem 801. Quadratmeter ist dann eine weitere Person pro 20 Quadratmeter erlaubt. da macht es Sinn, dass sich der Bademeister vorsichtshalber mit einem Taschenrechner ans Becken setzt.

Gruppenbildung der Badegäste soll vermieden werden

Die einzelnen Bereiche des Freibades sind klar voneinander abzutrennen. „Eine „Vermischung“ oder Gruppenbildung der Badegäste ist zu vermeiden“, heißt es weiterhin. Wegekonzepte für Funktionsbereiche einschließlich Umkleiden, Sanitäranlagen und Kiosk sind zu erstellen und zu kennzeichnen, die gesonderte Ausweisung von Flächen für Familien wird empfohlen. Weiterhin sind Schwimmerbecken mit Bahnmarkierungen auszustatten. Die Wahrung des Abstandes muss das Personal sicherstellen. Natürlich ist auch die Kontaktnachverfolgbarkeit sicherzustellen, jeder Gast muss sich in eine Liste eintragen.

Im Twin in Bad Neuenahr hatte man die Zeit der Schließung genutzt, um Arbeiten wie die sonst im September stattfindende Grundreinigung vorzuziehen. Betriebsleiter Stefan Jaeger und seine Mitarbeiter führen in den Becken derzeit noch kleinere Arbeiten durch. Vier Tage dauert die anschließende Befüllung. Die nun vorliegende Hygienerichtlinie werde geprüft und in die Betriebsabläufe eingearbeitet, berichtete Walkenbach. Für die Stadt gelte es, zu prüfen, ob und inwieweit unter den nun gegebenen Voraussetzungen ein Betrieb des Twin überhaupt möglich und wirtschaftlich vertretbar sei. Hierüber wird der Stadtrat in seiner Sitzung am 4. Juni entscheiden. Möglicher Starttermin für die Freibadsaison im Twin wäre dann der 10. Juni.

Remagener passen Auflagen den Landes-Vorgaben an

Umdenken ist auch in Remagen angesagt. Eigentlich hatte man am Mittwoch öffnen wollen. „Nachdem die Infektionsschutz-Auflagen erst einen Tag vor der möglichen Eröffnung des Bades zur Verfügung standen, muss die Öffnung nun verschoben werden“, so Büroleiter Matthias Geusen. Die weitgehenden Auflagen müssten dahingehend geprüft werden, ob sie in Remagen umgesetzt werden könnten. In der Römerstadt hatte man sich bisher bei den Öffnungsvorbereitungen an einem Maßnahmenkatalog der Gesellschaft für das Badewesen orientiert. Die Auflagen des Landes reichen jedoch erheblich weiter.

So muss die Zahl der möglichen Badegäste noch weiter reduziert werden. Gemäß den Vorgaben des Landes dürften lediglich 440 Gäste ins Bad, nicht 533 wie bisher angenommen. Auch eine Einschränkung der Öffnungszeiten ist aufgrund der Auflagen wahrscheinlicher geworden.

Die Stadt hat nun kurzfristig entschieden, keine weiteren Saisonkarten zu verkaufen und alle bestehenden Gutscheine für Saisonkarten zurückzunehmen. Diese können ab Montag, 2. Juni, in der Tourist-Information zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.