Ahrsteig Ferdi Heuwagen, Frank Heuser und Heiner Fuhs bewältigen die Strecke in 19 Stunden

KREIS AHRWEILER · Was drei Freunde im Winter ausbaldowert haben, setzten sie jetzt in die Tat um. Ferdi Heuwagen (60), Heiner Fuhs (58) und Frank Heuser (49) hatten sich in den Kopf gesetzt, den kompletten Ahrsteig von Blankenheim bis Sinzig mit einigen Schleifen, das sind 102 Kilometer, an einem Tag zu erwandern.

 Pitschnass, aber glücklich: (von links) Ferdi Heuwagen, Frank Heuser und Heiner Fuhs nach 102 Kilometern am Ziel, dem Sinziger Schloss.

Pitschnass, aber glücklich: (von links) Ferdi Heuwagen, Frank Heuser und Heiner Fuhs nach 102 Kilometern am Ziel, dem Sinziger Schloss.

Foto: Privat

Dafür mussten Ausrüstung und Logistik stimmen: Vom Fahrer zum Start an der Ahrquelle, das war Peter Knieps, über den Verpflegungstross, Bea Fuhs, bis hin zu einem Depot in Mayschoß, Stirnlampen für die Nacht und Navigationsgerät - an alles war gedacht worden, als die beiden Unternehmer Fuhs und Heuwagen mit dem Chef des Abwasserwerks Mittelahr in Blankenheim vormittags umd 11 Uhr loslegten.

Viereinhalb Stunden ging es nonstop bis Eichenbach. 30 Minuten Pause mit lecker Eis und weiter auf dem Steig. Weitere vier Stunden, und Sierscheid war in Sicht, der Startpunkt für die Nachtetappe. Tiefste Nacht herrschte beim passieren des Langfigtals und beim Erreichen des Depots am Mayschosser Bahnhof. Heuwagen im Gespräch mit dem GA: "Dort wurde wieder Verpflegung gebunkert, denn eines braucht man unterwegs: jede Mange Kalorien."

Er muss es wissen, denn er hat sich wie Fuhs auch vor 100-Kilometer-Läufen noch nie bange gemacht. Marathon läuft er seit Jahrzehnten "nur so zum Spaß mal zwischendurch". Beim Passieren von Walporzheim setzte dann das ein, was sie auf den letzten 30 Kilometern begleiten sollte: Dauerregen. Da half die alte Regel: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung."

Punkt neun Uhr war das Sinziger Schloss als Zielpunkt erreicht: nach 19 Stunden reiner Gehzeit, per Navi gemessenem Höhenanstieg von 1900 Metern und drei Stunden planmäßiger Pausen. "Und ganz ohne Blessuren", strahlt das Trio. Auch wenn es nur eine Wanderung aus einer Laune heraus war, mit Heuwagen, Fuhs und Heuser hat der Ahrsteig seine ersten Helden.

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