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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Friedsam soll für die FWG nach Mainz

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz : Friedsam soll für die FWG nach Mainz

Sinziger kandidiert im Wahlkreis 13. Erstmalig möchte die Wählergemeinschaft Landesparkett betreten.

Erstmalig in ihrer bislang ausschließlich von kommunaler Arbeit geprägten Geschichte will sich die FWG auf das alles andere als stumpfe Landesparkett wagen. Am Erfolg zweifelt Spitzenkandidat Streit nicht: „Wir werden in den Landtag einziehen und wir werden Regierungsverantwortung übernehmen.“ Die bürgerliche Mitte brauche ein Sprachrohr. Landauf und landab besetze man nun die Wahlkreise mit FWG-Kandidaten, fügte Landesvorsitzender Stephan Wefelscheid an. Und: „Bei uns läuft es fantastisch.“

Das hofft auch Reiner Friedsam für sich und seine Kandidatur. Der 57-jährige Sinziger Werbefachmann – vielfach ehrenamtlich engagiert – tritt erst seit einem Jahr in der Politik in Erscheinung: Er gehört seit 2019 dem Rat der Barbarossastadt an.

Friedsam, seit vielen Jahren Motor der Sinziger Werbegemeinschaft, bezeichnet sich selbst als „Macher für unsere Heimat“, als „Corona-Krisenmanager für viele Sinziger Unternehmen“, als „Initiator und Organisator Sinziger Highlights zur Belebung der Innenstadt“ oder auch als „kreativen Kopf“.

FWG-Kandidat Reiner Friedsam will „ÖPNV für alle“

Nicht nur in der freien Marktwirtschaft sei er als Unternehmer zu Hause. Als Vater zweier Kinder und Großvater eines Enkels wisse er auch, „wo bei jungen Familien der Schuh drückt“, teilte er der Delegiertenversammlung der FWG in der Sinziger Mensa mit. Auf Schulen und Kitas, auf die Entlastung der Kommunen, auf den Klimaschutz oder auch auf die Gesundheitsvorsorge wolle er einen besonderen Akzent legen“, sagte Reiner Friedsam in seiner Bewerbungsansprache. Seine verkehrspolitischen Vorstellungen brachte er auf die Formel: „ÖPNV für alle.“

Kreisvorsitzender Jochen Seifert (Brohltal) und Friedhelm Münch (Löhndorf), beides Urgesteine der FWG im Kreis Ahrweiler, sagten Friedsam die Unterstützung aller Wählergemeinschaften im Landkreis zu. Anders als bei anderen Parteien üblich, ist die FWG nicht in einem großen Verband, sondern in einzelnen unabhängigen Ortsvereinigungen zusammengeschlossen.

Zum B-Kandidaten wählte die Versammlung Theresa Ueberbach. Die dreifache Mutter kommt ebenfalls aus Sinzig und ist seit 2019 Mitglied des dortigen Stadtrates. „Ich fühle mich in der zweiten Reihe wohl“, meinte sie zu ihrer Rolle als Ersatzkandidatin.