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Auftrag für Esch-Variante: Alle Signale stehen auf Kreisel

Auftrag für Esch-Variante : Alle Signale stehen auf Kreisel

Es wird zwar länger dauern, bis der Wunsch nach einem Kreisel am Haus Schöneberg bei Esch, der gefährlichen, weil unübersichtlichen, Einmündung der Kreisstraße 24 auf die Bundesstraße 257 realisiert werden kann, aber es ist der eindeutige Favorit von Grafschaft und Kreis. Auch wenn mit dem Bau erst 2018 begonnen werden kann. Denn alles muss neu geplant werden.

Der Landsbetrieb Mobilität, der ursprünglich eine Abzweigung mit separater Linksabbiegespur geplant hatte, wurde gestern vom Kreis- und Umweltausschuss per Grundsatzbeschluss einstimmig beauftragt, die Kreiselvariante zu planen. Dies unter dem Vorbehalt, dass die Grafschafter Gremien dem noch zustimmen. Was als sicher gilt, wie der erste Beigeordnete der Grafschaft, Michael Schneider, in Doppelfunktion als Ausschussmitglied erklärte: "Die Grafschaft hat an dieser Stelle immer einen Kreisverkehr favorisiert." Dieses als nachhaltigste und zukunftsträchtigste Lösung.

Bernd Cornely vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) zeigte sich entsprechend konziliant: "Bei Straßenplanungen gibt es kein falsch oder richtig." Mögliche Staus und Verringerung der Reisegeschwindigkeit seien zwar die Konsequenzen aus einem Kreisverkehr am Haus Schöneberg, doch der LBM anerkenne auch den Wunsch des Kreises und der Grafschaft nach mehr Verkehrssicherheit. Diesem werde durch eine Kreisellösung entsprochen, denn diese Art der Verkehrsführung sei "deutlich sicherer".

Cornely hatte auch die Unfallstatistik für die Abbiegung Haus Schöneberg der vergangenen zehn Jahre analysiert. In diesem Zeitraum gab es dort 43 Unfälle, davon sechs mit Schwerverletzten und einen tödlichen Unfall. Fast alle Unfallopfer kamen dabei von der Kreisstraße 34 und wollten nach links auf die Bundesstraße 257 in Richtung Altenahr abbiegen. Die Kreisstraße 34 wird aktuell von 2200 Fahrzeugen täglich befahren, an Wochenenden von 3300 Autos und Motorrädern. Cornely berichtete auch davon, dass der LBM plane, die Verkehrssituation auf der Kalenborner Höhe im Bereich der Einmündung der L 78 auf die B 257 mit einem Kreisel zu entschärfen.

Was SPD-Fraktionschef Lorenz Denn so kommentierte: "Ob der erste Kreisel aus Richtung Autobahn in Kalenborn oder Esch ist, je früher desto besser. Verkehrssicherheit sei oberstes Ziel, fand auch Ulrich van Bebber für die FDP, wollte von Cornely die eindeutig sicherste Variante wissen. "Ein Kreisel ist die absolut sicherste Lösung", erklärte der Mann aus Cochem, sah bei den Einbiegern weniger Konfliktpotenzial und Vorteile für den landwirtschaftlichen Verkehr, der aus Richtung Esch auf den gegenüberliegenden Hauptwirtschaftsweg.

Nachteil: Alles dauert etwa länger. Und mit 700 000 Euro ist ein Kreisel, der die selbe Versiegelungsfläche wie die alte Lösung aufweist, um 100 000 Euro teurer. Der bisherige Anteil des Kreises von 270 000 Euro wird also auch steigen.