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Nierendorf: Der Schwarzstorch ist zurück

Nierendorf : Der Schwarzstorch ist zurück

Anwohner in Nierendorf machten nun eine bemerkenswerte Entdeckung: Der Schwarzstorch hat eine neue Heimat am Rückhaltebecken gefunden.

"Gegen Abend, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist am Regenrückhaltebecken, wenn der Lärm der Baufahrzeuge verstummt ist und auch der Autoverkehr zwischen Birresdorf und Nierendorf nachgelassen hat, dreht er am Himmel wieder majestätisch seine Runden: der Schwarzstorch. Er ist zum Regenrückhaltebecken zurückgekehrt“, berichtet GA-Leserin Gabriele Linn aus Nierendorf.

Schon nach Fertigstellung des Biotops rund um das Rückhaltebecken zwischen Nierendorf und Birresdorf konnte der Schwarzstorch beobachtet werden. Meist stolzierte er am Ufer des Leimersdorfer Baches entlang auf der Suche nach Futter. „Nach dem Unwetter Anfang Juni und den einsetzenden, notwendigen Reparaturarbeiten am Leimersdorfer Bach, machte er sich rar“, berichtet Linn, die mit Armin Dußing aus Nierendorf auf Foto-Pirsch ging.

Seit einigen Wochen kann man den Schwarzstorch nun abends wieder beobachten, wenn er langsam im Tiefflug über das Rückhaltebecken gleitet. Linn: „Es ist atemberaubend, diesen wundervollen Vogel in freier Wildbahn zu erleben.“ Als Folge von Bejagung und Intensivierung der Landwirtschaft verschwand der Schwarzstorch im 19. Jahrhundert als Brutvogel aus Mitteleuropa. Ab Beginn der 1980er Jahre konnte der Schwarzstorch dann aber, dank der Schutzbemühungen in Rheinland-Pfalz wieder vereinzelt beobachtet werden. Im Bundesnaturschutzgesetzt wird er als „besonders geschützt“ eingestuft.

„Man sollte daher nichts unversucht lassen, dem Schwarzstorch durch schutz- und biotopverbessernde Maßnahmen einen Lebens- und Brutraum im Bereich des Nierendorfer Regenrückhaltebeckens zu schaffen“, sagt Linn. Und: „Das Biotop im Bereich des Regenrückhaltebeckens bietet für Tiere wie den Schwarzstorch allerdings nur Lebensraum, wenn das umgebende Landschaftsschutzgebiet erhalten bleibt. Dann findet der Schwarzstorch eine Heimat zwischen Nierendorf und Birresdorf, wenn er aus seinem Winterquartier im Frühling zurückkehrt.“