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Verabschiedung von Monsigniore Michael Bollig: Ein Mensch der leisen Worte

Verabschiedung von Monsigniore Michael Bollig : Ein Mensch der leisen Worte

Nach zehnjähriger Tätigkeit als Regens und damit Leiter des interdiözesanen Seminars zur Priesterausbildung Sankt Lambert in Lantershofen, wurde Michael Bollig aus diesem Amt verabschiedet.

Am 1. Mai übernahm Bollig bereits die Leitung der Pfarrei Hl. Edith Stein in Trier. Zusätzlich wird er Dozent für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität in Trier. Die große Beliebtheit Bolligs zeigte sich bei zwei Abschiedsfeiern am Sonntag und Montag.

Zunächst verabschiedeten dabei am Sonntag „das Dorf“ und die Grafschafter Pfarreiengemeinchaft den Regens. Über 200 Menschen kamen, um „Tschüss“ zu sagen. „Das Volk kommt, wenn der Burgherr verabschiedet wird“, drückte es Ortsvorsteher Leo Mattuscheck bildhaft aus. Mattuscheck dankte Bollig für dessen fortwährende Unterstützung. Erich Althammer, der für die Ortsvereine sprach, dankte Bollig für dessen „fantastische Predigten.“ Mit einem musikalischen Ständchen verabschiedeten die Lantershofener Musikfreunde, die Chöre des Männergesangvereins Cäcilia und das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft den Regens.

Als einen „Menschen der leisen Worte“ bezeichnete die Vorsitzende des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft, Anita Schneider, den scheidenden Regens, der mit seinem Team die seelsorgerischen Lücken in der Grafschaft und Region gefüllt habe.

Am Montag fand das Hausfest in Sankt Lambert statt. Mit einem Pontifikalamt, das vom Trierer Bischof Stephan Ackermann und elf weiteren Geistlichen, darunter auch Weihbischof Robert Brahm, zelebriert wurde, begannen die Feierlichkeiten. Bischof Ackermann war einst Vorgänger von Bollig und ergriff bei der anschließenden Feier das Wort: „Ich habe mich in Lantershofen immer sehr wohl gefühlt“. Der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem meinte ferner: „Uns wird heute eine Konstante genommen“. Juchem gab dem Regens einen Koffer voller Grafschafter Köstlichkeiten mit auf den Weg.

Derweil stellte der Kreisbeigeordnete Horst Gies die Herzlichkeit und das Miteinander, die Bollig prägen, in den Fokus. Auch Gies betonte: „Niemals geht man so ganz – schon gar nicht von Lantershofen.“ Nach weiteren Dankesworten seitens Haussprechers Dominik Stehl und Spirituals Christian Hartl musste auch Michael Bollig zugeben, dass es ihm am Ende nicht leicht gefallen sei, loszulassen. Bollig betonte aber auch, dass ihm das Amt viel Kraft gekostet habe.

Nachfolger von Michael Bollig als Regens des Studienhauses Sankt Lambert wird Volker Marburg. Er wird am 11. September offiziell in sein neues Amt eingeführt.