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Dominik I. in Lantershofen: Ein Saarländer im Land der Birnen

Dominik I. in Lantershofen : Ein Saarländer im Land der Birnen

Klein, aber fein. Lantershofen hat keine eigene Karnevalsgesellschaft. Und keinen eigenen Prinzen. Und dennoch gab's gestern einen Zoch und eine Tollität. Denn das Priesterseminar Sankt Lambert hat seit jeher einen eigenen Prinzen und dieser fungiert im Birnendorf traditionell als Ersatz. Und das soll auch so bleiben, sind sich die Jecken einig.

So regierte denn im Zoch mit Prinz Dominik I. Schmitt ein Saarländer die rheinischen Narren. Seit dem Herbst ist der 25-jährige frühere kaufmännische Mitarbeiter der Rendantur Merzig "auf der Burg" und will, wie sein gestern auf sieben Köpfe geschrumpfter Elferrat, Priester werden. "Alaaf und Amen" kann er schon, der Messwein muss noch warten.

Eine Premiere gab's gestern für Stefan Dünker. Ortsvorsteher Leo Mattuscheck muss sich von den vielen Telefonaten mit der Telekom erholen, und nachdem das Dorf wieder am Netz ist, durfte Dünker als Vize den Zugleiter machen. Als solcher schickte er einen liebevoll zusammengestellten Zug mit drei Motivwagen, Handwägelchen, einem Holder und Fußgruppen auf den Weg. Traditionell für die Musik sorgten das Tambourcorps der Junggesellen-Schützen und die Musikfreunde Lantershofen.

Putzig kamen die Kleinen des Kindergartens Sankt Katharina daher, mit Papa, Mama und Bollerwagen. Viele PS zogen den Wagen der VfB-Sportler, die mit "Stein op Stein" ihr neues Sportlerheim feierten. Die ehemaligen Tänzerinnen der Burggeister machten ebenso mit, wie die Sänger des Dorfes, die sich "40 Jahre Frauenchor" verschrieben hatten. Sigrid Mücke führte die "Wendböggele" aus Ringen an und ganz originell kamen Junggesellen und Brötchesmädchen daher. Aus ihrem zur "Wueschköch" umfunktionierten Holderanhänger servierten sie saftige Bockwürste und knackige Brötchen - Guten Appetit.

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