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Zwischen Nierendorf und Birresdorf: Frankensiedlung Nithrindorp nimmt Formen an

Zwischen Nierendorf und Birresdorf : Frankensiedlung Nithrindorp nimmt Formen an

Zwischen Nierendorf und Birresdorf soll eine ganze Siedlung entstehen, die aufzeigen soll, wie im frühen Mittelalter gelebt und gewohnt wurde. Für das Wochenende 29./30. August laden die Freunde der Merowingerzeit zu einer Informationsveranstaltung auf das 11000 Quadratmeter große Grundstück ein.

Wolfgang Wendt und Mathias Heeb setzen einen weiteren Holzzapfen und befestigen zwei Hölzer mit einem Seil. Mit ihrem Werk sind die zwei Vorstandsmitglieder des Vereins Frankensiedlung Nithrindorp zufrieden. Nach und nach entsteht das Gerüst für ein Frankenhaus, das aufzeigen soll, wie im frühen Mittelalter gelebt und gewohnt wurde.

Bekanntlich möchte der Verein zwischen Nierendorf und Birresdorf eine ganze Siedlung entstehen lassen - mit Schmiede, Küche, Weberei, Holzlager und Töpferei. Für das Wochenende 29./30. August laden die Freunde der Merowingerzeit nun zu einer kleinen Ausstellung und Informationsveranstaltung auf das 11000 Quadratmeter große Grundstück ein.

Samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 11 Uhr (jeweils bis 18 Uhr), stehen Heeb und Co. Interessierten Rede und Antwort. Die von der Gemeinde Grafschaft angeregte Veranstaltung soll den Besuchern die geplante Siedlung mit ihren verschiedenen Gebäuden näherbringen und auch über angedachte Angebote im kleinen Freilichtmuseum informieren.

Auf Tafeln soll der Besucher viel über die Funktionen der verschiedenen Bauten und über den geschichtlichen Hintergrund erfahren. "Besonders wollen wir aber für Fragen zur Verfügung stehen und uns etwaigen Bedenken aus der Bevölkerung stellen", erklärte Heeb. Wie berichtet, gibt es inzwischen bereits einige Widerstände: Es wird ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zum Nachteil der Nierendorfer Anwohner befürchtet. Eine Verkehrsprognose kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass mit nur wenigen Fahrzeugen zu rechnen sein wird, berichtete Heeb.

Die Macher der Frankensiedlung wollen kein klassisches Museum entstehen lassen, sondern die Gelegenheit bieten, den Alltag der Menschen im Frühmittelalter zu erleben. Besonders für Kinder und Jugendliche wird es verschiedene Möglichkeiten geben, sich dem Thema zu nähern, ergänzte Wolfgang Wendt, der als Ingenieur im Verein für Bautechniken und Archäologie zuständig ist.

Dies beim Bogenschießen oder beim Ausprobieren von Handwerkstechniken. Die Besucher werden gebeten, ausschließlich den ausgewiesenen Parkplatz an der L 80 zwischen Nierendorf und Leimersdorf zu nutzen.