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Die Kaiserlinde wird 100: Freiwillige errichteten in Gelsdorf eine neue Wartehalle

Die Kaiserlinde wird 100 : Freiwillige errichteten in Gelsdorf eine neue Wartehalle

Fertig waren die Pläne seit einem halben Jahr. Nach Ende der langen Frostperiode können sie endlich verwirklicht werden. So haben Freiwillige an der Bushaltestelle "Am Dreieck" in Gelsdorf der alten Wartehalle vom Typ "einfache Bude" den Garaus gemacht und errichten statt dessen einen adretten Nachfolger Typ "schmuckes Fachwerkhaus".

Am Wochenende stand das Gebälk samt Dachstuhl, ziegelrote Dachpfannen lagen bereit, graue Bodenplatten wurden verlegt. Das geräumige Wartehäuschen erhält rechts und links des Eingangs Nischen für den Aufenthalt. Während der untere Teil der Wände aus Klinker errichtet wird, wird der obere Teil verglast, damit viel Licht hereinfällt. Für die dunklen Stunden ist Beleuchtung vorgesehen, auch um Schmierereien und Verunreinigungen vorzubeugen, wie der Gelsdorfer Ortsvorsteher, Andreas Ackermann, berichtet. Bis Ostern soll alles fertig sein.

Damit nicht genug. Neben der neuen Wartehalle wird der zugeschüttete Brunnen ausgegraben und reaktiviert, er soll eine gemauerte Brüstung und ein Dach erhalten.

Und dann kommt Grün auf die restliche Fläche des bislang recht unattraktiven Platzes am Ortseingang. Gefeiert wird auch. Und zwar am Wochenende 1./2. Juni der 100. Geburtstag der alten Dorflinde, der Kaiserlinde, die den Platz dominiert.

Auch ihr zu Ehren hat der Ortsbeirat das Projekt jetzt auf den Weg gebracht. Er hat Freiwillige gefunden, die mit anpacken, sowie Sponsoren für die Materialkosten. Nachbarn stellen die Versorgung der Helfer sicher. Anwohner, die alle ihr Handwerk verstehen, packen mit an, freut sich Ortsvorsteher Ackermann.

Zu den Freiwilligen gehören Peter und Guido Jöntgen, Peter Weber, Ralf Sonntag, Marcus Thelen, Franz-Josef Liers, Volker Müller, Franz Conrads, Albert Niedecken, Frank Meumerzhein, Josef Münch, Adolf Schwarz. Die Gemeinde Grafschaft hat ihren Bagger zur Verfügung gestellt.

Trotz allen Ehrenamtes wäre das Projekt ohne die Sponsoren nicht zu stemmen gewesen. Es sind: RWE, Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg, Kreissparkasse Ahrweiler, Heizungsbau Sonntag, Rechtsanwältin Uta Schwichtenberg.