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Junggesellen-Schütze hat Corona: Ganzer Verein in Grafschaft steht unter Quarantäne

Junggesellen-Schütze hat Corona : Ganzer Verein in Grafschaft steht unter Quarantäne

Ein Mitglied der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft im Ortsbezirk Lantershofen in der Gemeinde Grafschaft ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Das Problem: Vor kurzem war er bei der Mitgliederversammlung des Vereins dabei und hat dort womöglich weitere Vereinsmitglieder angesteckt.

In Lantershofen geht die Angst vor schnell steigenden Corona-Fallzahlen um. Denn wie sich am Wochenende herausstellte, war einer der 27 Besucher der Mitgliederversammlung der Junggesellen-Schützen-Gesellschaft einige Tage später positiv getestet worden. Besagte Mitgliederversammlung zog sich am vorletzten Samstag über rund vier Stunden hin.

Zwar meldete die Kreisverwaltung Ahrweiler am Freitag und Samstag keine Neuinfektionen, der positiv getestete Junggeselle wohnt aber aktuell auch nicht innerhalb der Kreisgrenzen und wurde auch nicht hier getestet.

Das positive Testergebnis erhielt der junge Mann sechs Tage nach der Versammlung. Das sorgte beim Gesundheitsamt des Kreises Ahrweiler für viel Arbeit. Die  Personen, die der Versammlung beiwohnten, standen per kurzfristigem Anruf zum Abstreichen an und wurden in Quarantäne geschickt. Dabei hieß es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Patient bereits während der Mitgliederversammlung der Junggesellen-Schützen, ohne es zu wissen, ansteckend war.

Hoffen, dass es keine weiteren Menschen angesteckt wurden

Wäre das der Fall, bleibe zu hoffen, dass sich von den anderen Teilnehmern niemand angesteckt habe und wenn doch, mit dieser langen Vorlaufzeit keine weiteren Familienmitglieder oder Arbeitskollegen infiziert habe. Ansonsten könnte die Anzahl der Infizierten in den nächsten Tagen schneeballartig ansteigen.

Grafschaft-Bürgermeister Achim Juchem  betonte,  dass am Samstag die Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt, den Junggesellen-Schützen, dem Trägerverein des Winzervereins und der Gemeinde sehr gut funktioniert habe. Der Fall zeige aber, „wie schnell sich eine Corona-Situation“ entwickeln könne.