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"Tage der offenen Höfe": Gelsdorf wird zum Open-Air-Bauernhof

"Tage der offenen Höfe" : Gelsdorf wird zum Open-Air-Bauernhof

Die Interessengemeinschaft "Tage der offenen Höfe" in Gelsdorf feiert ihren runden Geburtstag mit vielen Jubiläumsaktionen

Wenn's bei Sonntags im "Saftladen" nach den Früchten des Herbstes riecht, wenn Apfelkuchen und naturtrüber, frisch gepresster Apfelsaft auf dem Tisch stehen, dann sind die Tage der offenen Höfe nicht mehr weit.

Mehr als 10.000 Besucher ziehen sie Jahr für Jahr an dem Oktober-Wochenende nach Gelsdorf, das zu einem einzigen Open-Air-Bauernhof wird. Die 20. Auflage des Spektakels am Samstag, 17., und Sonntag, 18. Oktober, jeweils von 10 bis 18 Uhr, hält wieder ein Programm für die ganze Familie bereit. Die Betriebe verstehen es, den runden Geburtstag mit einer Mischung aus Tradition und Moderne zu begehen.

Zur Historie

Die Veranstaltung wurde 1996 von den Grafschafter Obstbauern und landwirtschaftlichen Betrieben ins Leben gerufen, um Bürgern die Möglichkeit zu geben, einmal hinter die Kulissen der regionalen Erzeuger zu schauen und für deren Produkte und Dienstleistungen bessere Vermarktungschancen zu ermöglichen.

Unter der Federführung von Maternus Fiedler als Koordinator des damaligen Projektes "Gesundheits- und Fitnessregion" wurde das Konzept zur Umsetzung in Gelsdorf erarbeitet. Ein Selbstläufer, der Jahr für Jahr völlig unabhängig vom Wetter mehr und mehr Besucher anzieht, war geboren.

Und weil der runde Geburtstag auch für die Akteure was Besonderes ist, warten sie nicht nur mit besonderen Jubiläumsaktionen und Überraschungen auf, sondern begrüßen bei der Eröffnung am Samstag, 11 Uhr, im Obsthof Sonntag auch viel Prominenz. So hat der Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums, Thomas Griese, sein Kommen zugesagt, Schirmherr ist der Präsident des Bauernverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper.

Die Ehrengäste werden nach der Eröffnung das Dorf von der Kutsche aus kennenlernen können. Neu ist auch, dass sich die Interessengemeinschaft (IG) mit einem Dutzend Mitglieder als Verein hat eintragen lassen. Dirk Sonntag ist Vorsitzender, Organisator Bruno Kleuser steht ihm zur Seite: "Wir wollten uns zukünftig auf sichere Füße stellen und vor allem aufpassen, dass nicht eine zweite Kirmes entsteht. Das ist durch die Satzung, die Sinn und Zweck definiert, nun ausgeschlossen."

Oldtimer-Traktoren

Wieder mit von der Partie sind die Oldtimer-Traktoren. Der gute Zweck steht immer weit vorne, daher bringen sich auch die Vereine ein: So können Kinder am Infostand des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn Bilder malen. Die IG stiftet Preise für eine Tombola, deren Erlös dem Förderkreis zugute kommt. Die kfd verkauft Kuchen im Jugendheim, die Messdiener sammeln für die Jugendarbeit.

Die Landfrauen malen mit Acrylfarben, während der "Bunte Kreis Bonn-Ahr-Rhein-Sieg" mit den Kindern bastelt. Überhaupt steht der Nachwuchs im Rampenlicht der Veranstalter: Der Bio-Obsthof Johannes Nachtwey bietet Wilhelm Tells Apfelschießen und Fahrten mit dem Apfel-Express in die Plantagen an. Im Obsthof Sonntag können Kinder mit Naturmaterialien basteln und die Möbeltischlerei Holzwerk baut mit und für Kinder Wildbienenhotels.

Die Limousin-Mutterkuhherde kann bei Thomas und Franz-Josef Gerharz bestaunt werden, während bei Theo Münch die Chicoree-Anlage Hingucker sein wird. Bei Peter Schöneseiffen steht die neue Apfelernte im Fokus und der Obsthof Schweinheim-Brünagel präsentiert nicht nur seine Früchte, sondern auch Obstschnäpse. Fürs leibliche Wohl sorgen auch die Mitgliedsbetriebe "Porchetteria" Breuer, die nach toskanischer Art kochen und "Tina's Partyservice" mit Sauerkrautsuppe oder Döppcheskoche.

Pendelbusse und ParkplätzeErstmals richtet die Interessengemeinschaft einen kostenlosen Pendelbus-Verkehr vom Bahnhof Meckenheim bis nach Gelsdorf, Dürener Straße, ein. Haltestellen gibt es an der Altendorfer Grundschule sowie am Denkmal in Wormersdorf und im Gelsdorfer Gewerbegebiet. Die Fahrzeiten stehen im Netz unter www.offene-hoefe.de.

Der Pendelbus innerhalb Gelsdorfs - Dürener Straße, Raiffeisenmarkt und Gewerbegebiet - fährt von 11 bis 12.15 Uhr, von 13 bis 14.15 Uhr, von 15 bis 16.55 Uhr sowie von 17.20 bis 18 Uhr. Ausreichend Parkplätze gibt es im Gewerbegebiet - auch die des Raiffeisenmarktes, der an beiden Tagen geöffnet hat, können mitgenutzt werden. Die Zu- und Abfahrt über die Altenahrer Straße ist durch Einbahnverkehr geregelt. Bei trockenem Wetter stehen den Besuchern ortsnah Stoppelfelder als Parkfläche zur Verfügung.