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Grafschaft: Freiwillige Feuerwehr in Holzweiler erhält neues Löschfahrzeug

Segnung und Übergabe : Neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr in Holzweiler und Esch

Die Löschgruppe Holzweiler/Esch der Freiwilligen Feuerwehr Grafschaft hat ein neues Löschfahrzeug erhalten. Am Sonntag ist das 140.000 Euro teure Gefährt gesegnet und übergeben worden.

Die Löschgruppe Holzweiler/Esch der Freiwilligen Feuerwehr Grafschaft kann sich über ein neues Einsatzfahrzeug freuen. Das 140.000 Euro teure Gefährt erhielt im Rahmen des Tages der offenen Tür am Sonntag von Pastor Josef Freitag nach einem Gottesdienst den kirchlichen Segen. Den gab es auch für die 24 aktiven Wehrleute unter der Leitung von Sebastian Röhn. Die hatten gerade im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun, obwohl es doch für Röhn ein "normales Jahr" war. Wäre da nicht der Juli gewesen. Alleine 80 Einsatzstellen galt es bei den Starkregenereignissen am 14. Juli für die Wehren Holzweiler/Esch und Vettelhoven abzuarbeiten. Es folgten Tage und Wochen der Fluthilfe an der Ahr, in denen das alte Einsatzfahrzeug aus dem Jahr 2000 stark beansprucht wurde.

Jetzt freut sich die Wehr über das neue Fahrzeug, in der Feuerwehrsprache heißt es TSF/W, also Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank. 750 Liter Löschwasser für den Erstangriff hat das Fahrzeug an Bord. Dazu ist der 180 Pferdestärken starke Wagen auf Basis eines Iveco Daily mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,2 Tonnen mit allen Grundgerätschaften zur Brandbekämpfung und für technische Hilfeleistungen ausgestattet. Auf dem Dach ist ein Lichtmast installiert, zusätzliche Beleuchtung ist an Bord, aber auch eine Tauchpumpe. Denn der Swistbach und andere eigentlich kleine Rinnsale sorgen in Esch und Holzweiler immer wieder für Überschwemmungen. Gefahren werden darf der neue Wagen mit einem Führerschein der Klasse C1, dem Feuerwehr-Führerschein oder alten Klasse III.

Für die 24 Wehrleute in Holzweiler und Esch, von denen fünf weiblich sind, soll die Beschaffung des neuen Fahrzeugs nur der Anfang einer Reihe von Investitionen sein. Erst im vergangenen Jahr hatte man ein gebrauchtes Mannschaftsfahrzeug erhalten. Dieses und das noch im Gebrauch befindliche Einsatzfahrzeug aus dem Jahr 2000, dessen weitere Verwendung derzeit noch offen ist, müssen in Esch vor dem Spritzenhaus parken. Drinnen ist nur Platz für ein Auto und das auch nur ganz knapp. Seit Jahren wird in beiden Orten über einen neuen Standort für die Wehr, möglicherweise in Verbindung mit einem Bürgerhaus geredet. Die Diskussion hakt jedoch schon bei der Frage nach einem geeigneten Grundstück. "Das ist eine unbefriedigende Situation", sagt auch der Grafschafter Wehrleiter Achim Klein, zumal die Situation in Eckendorf ähnlich ist.

Schauübung am Sonntag

Die aktuellen Probleme standen an diesem Wochenende aber im Hintergrund, denn es durfte gefeiert werden. Zu Dämmer- oder Frühschoppen waren befreundete Wehren aus Eckendorf, Vettelhoven, Gelsdorf und Dernau angereist. Ihre Schlagkraft bewies die gastgebende Löschgruppe bei einer Schauübung am Sonntag, hier demonstrierten die weiblichen Mitglieder der Wehr zusammen mit der Jugendfeuerwehr die moderne Brandbekämpfung aus drei Rohren. der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem nutzte derweil die Fahrzeugübergabe, um vor allem Wehrleiter Achim Klein und Löschgruppenführer Sebastian Röhn für deren stundenlange und akribische Vorarbeit bei der Planung der Bestückung des neuen Fahrzeugs zu danken.