Gummibärchen-Hersteller aus der Grafschaft Hier will Haribo ein neues Werk für 300 Millionen Euro bauen

Update | Grafschaft · Der Gummibärchen-Hersteller Haribo plant ein neues Werk für seine Süßwaren. Losgehen soll es schon im nächsten Jahr. Wo der neue Standort sein wird und welche Süßigkeiten dort vom Band gehen sollen.

Der Sitz der Haribo-Zentrale ist in der Grafschaft.

Der Sitz der Haribo-Zentrale ist in der Grafschaft.

Foto: dpa/Caroline SeidSeidel-Dißmannel

Der Gummibärchen-Hersteller Haribo mit Sitz in der Grafschaft will sich vergrößern und plant daher ein neues Werk für seine Süßwaren. Schon im kommenden Jahr könnte es mit dem ersten Spatenstich laut dem Konzern losgehen, im Jahr 2028 mit der ersten Produktion. Das neue Werk soll an dem Standort entstehen, wo bereits die Maoam-Kaubonbons produziert werden: in Neuss. Haribo will dazu ein rund 14 Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet Neuss-Holzheim kaufen. Das teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

Blick in das neue Haribo-Werk in Wisconsin (USA) - Bilder
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Blick in das neue Haribo-Werk in Wisconsin

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Foto: Haribo

Rund 300 Millionen Euro will Haribo in sein Vorhaben investieren. Man befinde sich in Gesprächen mit der Stadt Neuss. Das bisherige Werk lasse sich nicht erweitern, heißt es in der Mitteilung. „Das bestehende Werk würde – nach einer Übergangszeit mit Parallelproduktion – voraussichtlich im Jahr 2030 durch das neue Werk mit etwa doppelter Kapazität ersetzt.“ So könnten die Mitarbeiter schrittweise in der neuen Anlage eingearbeitet werden. Rund 100 neue Arbeitsplätze könnten durch den Umzug geschaffen werden, sagt Haribo.

Nicht nur Maoam will das Unternehmen dann in Neuss produzieren, auch das Haribo-Fruchtgummi soll dort vom Band kommen. Das Grundstück, das das Unternehmen anvisiert, ist etwa fünf Kilometer vom Maoam-Werk entfernt. Anfang 2024 hatte ein dafür engagiertes Ingenieurbüro die Eignung des Geländes für ein neues Werk positiv bewertet. Die Anlage soll H2-ready („bereit für Wasserstoff“) gebaut werden, sodass sie nicht nur mit Erdgas, sondern auch mit Wasserstoff betrieben werden kann.

Die neue Anlage ist Teil der Wachstumsstrategie des Unternehmens. Erst vergangenes Jahr hatte der Süßwarenhersteller eine ähnlich große Summe in den USA investiert: Rund 275 Millionen Euro flossen in den Bau des ersten Haribo-Werkes in den Staaten. Seit 2015 hat das Unternehmen seine US-Zentrale in Rosemont nordwestlich von Chicago. Damals hieß es, der Bau des Werks sei die größte Einzelinvestition in der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte. Das Vorhaben in Neuss dürfte diesen Rekord noch einmal knacken.

Nähe zur Grafschaft hat Haribo-Investition in Neuss begünstigt

Dass Haribo ein größeres Werk in Neuss bauen will, hat auch mit der nur eine Stunde entfernten Grafschafter Zentrale zu tun. Welche Vorteile sich das Unternehmen verspricht und welche Pläne es für die neue Fabrik hat, lesen Sie in unserem Hintergrundstück.

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