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Lantershofener Bach: Renaturierung soll Überschwemmungen bei Starkregen verhindern

Lantershofener Bach : Renaturierung soll Überschwemmungen bei Starkregen verhindern

Der Lantershofener Bach erhält es neues Bett, und zwar in einem derzeit 286 Meter langen Teilbereich südöstlich der Ortslage Lantershofen zwischen der L83 und der ehemaligen Auffahrt zur A573.

Die in diesen Tagen laufende Maßnahme beginnt am Auslauf des an der Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Grafschaft befindlichen Regenrückhaltebeckens und endet am Einlaufbauwerk vor dem Kreisel "An den Ulmen". Der Bach befindet sich dort im Eigentum und in der Unterhaltungslast der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Vor rund 40 Jahren war der Bachlauf durch Beton-Halbschalen vorgegeben worden. Bei Starkregen kam es immer wieder zu Überschwemmungen mit Geröllbewegungen, die den Verkehr im Kreisel "An den Ulmen" an der Ausfahrt Grafschaft und weiter in Richtung Lantershofen behinderten.

Der Bach wird derzeit in ein naturnahes Gewässer mit flachen Ufern und einer Grabensohle von 1,50 bis zwei Metern Länge ausgebaut. Der vorhandene Graben wird zurückgebaut und die Halbschalen werden entfernt. Der Bach soll nach der Renaturierung eine Länge von 311 Metern erhalten.

Bei der neuen Trassierung wurde besonders auf eine geschwungene naturnahe Linienführung und auf eine möglichst große Varianz bei der Uferausbildung geachtet. Die Längenentwicklung soll zukünftig dem natürlichen Gefälle des Urgeländes entsprechen. Hierdurch sollen die für naturnahe Gewässer wichtigen Unstetigkeiten im Fließverhalten erzeugt werden.

Die Kosten der Maßnahme in Höhe von rund 93.000 Euro werden durch den Bund getragen. Die Renaturierung des Lantershofener Baches ist als landschaftspflegerische Ausgleichsfläche unter anderem für des Ausbau des Radweges bei Kripp vorgesehen.