1. Region
  2. Ahr & Rhein
  3. Grafschaft

"Rote Karte" für das Factory Outlet Center auf der Grafschaft

"Rote Karte" für das Factory Outlet Center auf der Grafschaft

Die Grünen-Fraktion des Rhein-Sieg-Kreises stützt Position von Eveline Lemke und fordert: "An den geplanten runden Tisch in Bad Neuenahr gehören auch Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus dem Rhein-Sieg-Kreis."

Grafschaft. (GS) Die Grünen im Rhein-Sieg-Kreistag zeigen der Ansiedlung eines Factory Outlet Centers (FOC) auf der Grafschaft die rote Karte. Sie fordern: "An den geplanten runden Tisch in Bad Neuenahr gehören auch Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung aus dem Rhein-Sieg-Kreis."

Mit ihrer Aussage folgt die Grünen-Kreistagsfraktion der Haltung von Eveline Lemke, die am Mittwoch als erste Wirtschaftsministerin der Grünen in Mainz vereidigt wird. Sie hatte dem FOC eine kategorische Absage erteilt ( der GA berichtete). "Die Ampel steht keinesfalls auf Grün, allenfalls auf der grünen Wiese", kommentiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Ingo Steiner, Äußerungen von FOC-Projektentwickler Rolf Deißler. Vielmehr gehe es gerade jetzt um die "rote Karte."

"Mit ihrer Absage zeigt Lemke deutlich ihre Verantwortung für die regionalen Einzelhandelsstrukturen in der Region Bad Neuenahr-Ahrweiler und dem Rhein-Sieg Kreis", so Steiner. Auch er befürchtet negative Auswirkungen des Mammut-Projektes auf die Region.

"Nichts anderes als der Griff nach einem rettenden Strohhalm", ist nach Ansicht der Grünen im Rhein-Sieg-Kreis und in Ahrweiler das sogenannte "Montabaur-Urteil.

"Ich stimme damit meinem Parteifreund Wolfgang Schlagwein zu und schon jetzt ziehen wir in dieser Hinsicht an einem Strang." Gerade die benachbarten Kommunen Rheinbach, Meckenheim und Wachtberg würden durch das FOC erheblich in ihrer Einzelhandelsstruktur beschädigt.

Vielmehr könne auch nach dem Urteil eine Beschränkung der Niederlassungsfreiheit gerechtfertigt sein. An den "runden Tisch" gehörten daher auch Politiker, Vertreter aus dem Einzelhandel sowie Wirtschaftsförderer aus den angrenzenden Kommunen.