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Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg: Volksbank Wachtberg will fusionieren

Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg : Volksbank Wachtberg will fusionieren

Diesmal soll's Ernst werden. Zwar liebäugelten die Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg und die Volksbank schon vor sieben Jahren mit einer Fusion, "doch die Zeit war noch nicht reif". Das erklärten gestern die Vorstände Ernst Bugl (Grafschaft) und Josef Honnef unisono.

Jetzt soll es aber klappen: Vorstände und Aufsichtsräte haben sich schon geeinigt, auf der Grafschaft entscheiden die 145 Delegierten der Bank bei der Vertreterversammlung im nächsten Juni, in Villip, wo die Hauptstelle der Volksbank Wachtberg ist, die Generalversammlung der 3000 Mitglieder.

Von beiden Seiten wird mit der notwendigen Zustimmung (75 Prozent der Anwesenden) gerechnet. Dann könnte die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft treten und somit Ende 2014 die erste Gesamtbilanz der übernehmenden Bank, also der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg, vorgelegt werden. Übernommen werden aber auch alle 30 bisherigen Mitarbeiter der Volksbank, deren Name allerdings durch die Fusion entfällt.

"Für unsere 7000 Kunden ändert sich bis auf die Bankleitzahl nichts", sagten Josef Honnef und sein Vorstandskollege Franz Matern unisono. "Auch die drei Geschäftsstellen Pech, Adendorf und Villip bleiben erhalten." Beide Banken seien solide aufgestellt, betonten die Vorstände. Das Eigenkapital der Volksbank belaufe sich auf sechs Millionen Euro, dass der Raiffeisenbank, die derzeit 15 000 Kunden, 7300 Mitglieder, 60 Mitarbeiter und neun Geschäftsstellen hat, auf zwölf Millionen Euro.

Hauptsitz der Bank soll die Zentrale im Innovationspark Rheinland sein, erklärte Heiko Ulrich, Vorstandskollege von Bugl für die Grafschafter. Beiden Genossenschaften ist es ist es wichtig, "die Position als starke Regionalbank für Privatkunden, mittelständische Firmen und Landwirte auszubauen". Ohnehin bestehe zwischen den Dörfern um Wachtberg und auf der Grafschaft eine Seelenverwandtschaft. Wichtig für Vereine und das Ehrenamt: Auch die neuen Bank will das Sponsoring in den Dörfern fortsetzen.