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Grafschafter SPD sieht sich bestätigt: Zentraler Busbahnhof nicht für Ringener Ortseingang geeignet

Grafschafter SPD sieht sich bestätigt : Zentraler Busbahnhof nicht für Ringener Ortseingang geeignet

Ein Bodengutachten hat ergeben, dass der am Ortseingang von Ringen für die gesamte Grafschaft geplante zentrale Busbahnhof an dieser Stelle nicht geeignet ist.

„Es ist viel Zeit verloren und viel Geld verschwendet worden“, so SPD-Ratsmitglied Udo Klein. Die Sozialdemokraten hatten sich stets gegen einen Busbahnhof am Ringener Ortseingang ausgesprochen und vielmehr für einen Standort am Rewe-Markt plädiert. Dort soll jedoch nach den Vorstellungen der CDU ein Mehrgenerationenwohnen möglich gemacht werden. Zudem will man keinen Busbahnhof mitten im Wohngebiet.

Im April 2016 wurde mit den Stimmen von CDU, FWG und Grünen der Standort für einen zentralen Busbahnhof auf einer Freifläche an der Ahrtalstraße in Richtung Bad Neuenahr festgelegt. Die SPD stimmte dagegen. Grund: das benachbarte Gelände der Kettiger Thonwerke und damit verbundene sensible Bodenbeschaffenheiten. Erdrutschungen und Verwerfungen im Geländeumfeld könnten nicht ausgeschlossen werden. Trotzdem habe die Gemeinde ein kostspieliges Bodengutachten in Auftrag gegeben. Mit dem Ergebnis, dass die damalige Einschätzung der SPD nun bestätigt werde, ärgert sich Klein. Fraktionssprecher Hubert Münch sprach von „rausgeworfenem Geld“.

Als Knotenpunkt falsch gewählt

Darüber hinaus bemängelten die Sozialdemokraten, dass der Standort für die vorgesehene Funktion als Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr ohnehin falsch gewählt worden sei. „Für uns wäre ein Standort in Nähe des Rewe-Marktes die richtige Wahl gewesen und ist es auch immer noch“, sagte Klein. Über alle Sachargumente habe sich jedoch die Ratsmehrheit hinweggesetzt.

Ein Busbahnhof ist nötig, um einen zentralen Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr in einem wesentlich verbesserten ÖPNV-Netz in der Gemeinde zu schaffen. Er soll reibungslose Umsteigevorgänge und Anschlussfahrten mit geringen Zeitübergängen ermöglichen. Darüber hinaus soll er von Wohnstandorten und Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar sein, so die SPD.

Sie befürchtet inzwischen, dass der geplante Busbahnhof gar überdimensioniert ist. Klein: „Eine abgespeckte Version wäre billiger, würde ihre Aufgabe ebenso erfüllen und wäre leichter an einem besseren Standort zu verwirklichen.“

Der aktualisierte ÖPNV-Plan trete in wenigen Wochen in Kraft und werde nicht deshalb verschoben, weil man in der Grafschaft die Hausaufgaben nicht gemacht habe, so die SPD.