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Von 409 in Gelsdorf Getesteten sind neun positiv: Zweite Schnelltest-Kampagne zum Jahreswechsel

Von 409 in Gelsdorf Getesteten sind neun positiv : Zweite Schnelltest-Kampagne zum Jahreswechsel

Das Angebot des Grafschafter Deutschen Roten Kreuzes (DRK), vor den Weihnachtsfeiertagen in Gelsdorf freiwillige Corona-Schnelltests zu machen, löste ein großes Echo aus. Das DRK plant daher jetzt eine zweite Kampagne zum Jahreswechsel.

„Mit einem solchen Andrang hatten wir nicht gerechnet“, zog der Vorsitzende des Ortsvereins Grafschaft im Deutschen Roten Kreuz (DRK), Jürgen Peckart, Bilanz einer Aktion mit freiwilligen Corona-Tests, die das DRK an den Tagen vor dem Weihnachtsfest an der Mehrzweckhalle in Gelsdorf, wo auch Corona-Ambulanz und Impfzentrum sind, durchführte.

Wer wollte, konnte hier einen Antigen-Schnelltest machen lassen. Dabei wurden die DRK-ler nicht nur förmlich überrollt, sie stellten auch neun infizierte Personen fest, bei denen die Infektionskette unterbrochen werden konnte.

„Wer sich vor dem Besuch der Familie an Weihnachten noch gerade testen lassen möchte…“, unter diesem Motto bot das DRK Grafschaft Schnelltests an. An den drei Tagen vor Weihnachten war man an jeweils fünf Nachmittagsstunden präsent. Pro Tag waren 60 Zeitfenster für Abstriche eingeplant. Anhand der Anmeldungen schien dies bis zum Tag vor dem ersten Einsatz auch zu reichen. „Es sah so aus, als würden wir auf einen entspannten Einsatz zusteuern. Wie bei vielen anderen Gelegenheiten in diesem Jahr, so war ja auch die Durchführung der Schnelltests für uns eine völlig neue Erfahrung, der wir uns als kleiner Ortsverein stellen mussten und auch wollten“, so Peckart.

Mit Beginn des Montagmorgens sah die Welt dann plötzlich ganz anders aus. Man war davon ausgegangen, dass vorwiegend Grafschafter Einwohner zur Testung kommen würden. Aber die Anfragen kamen auf einmal aus einem riesigen Einzugsgebiet: Vom Kölner Norden bis Koblenz und vom östlichen Rhein-Sieg-Kreis bis nach Bad Münstereifel prasselten die Anfragen auf das DRK herein.

Rasch wurde klar, dass man mit den geplanten 60 Zeitfenstern pro Tag nicht auskommen würde. So richtete man kurzfristig für Dienstag und Mittwoch eine zweite Abstricheinheit ein und verstärkte das Laborpersonal entsprechend. Während es am Montag aufgrund der ungeübten Abläufe und widrigen Witterungsbedingungen noch etwas holprig ablief, liefen die Abläufe an den beiden anderen Tagen rund. Aufgrund der personellen Aufstockung konnten trotz des hohen Andrangs Wartezeiten weitgehend vermieden werden.

So wurden vor den Feiertagen am Montag 66, am Dienstag 116 und am Mittwoch 227 Personen getestet. Insgesamt waren an diesen drei Tagen 409 Menschen zur Testung gekommen, von denen neun als positiv dem Kreisgesundheitsamt gemeldet werden mussten. Die positiv getesteten Personen wurden binnen 60 Minuten nach dem Test telefonisch über ihr Ergebnis informiert, die negativ Getesteten erhielten im Laufe des jeweiligen Tages eine Mail mit ihrem Testergebnis.