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Windkraft im Kreis Ahrweiler: Grüne fordern mehr Engagement

Windkraft im Kreis Ahrweiler : Grüne fordern mehr Engagement

Kritik, die Windkraft erfahre zu wenig Unterstützung von der Verwaltung. Kreis Ahrweiler ist Schlusslicht bei der alternativen Energiegewinnung.

„Die Windkraft hat bis heute im Kreis Ahrweiler nie die Chance erhalten, richtig in Schwung zu kommen.“ – Dieses Fazit zogen die Grünen nach der jüngsten Kreistagssitzung, in der umfassend über die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Planungs- und Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen berichtet wurde (der GA berichtete). Die FWG hatte den Punkt auf die Tagesordnung setzen lassen. Die Grünen im Kreis Ahrweiler fordern nun nach wie vor mehr Engagement und aktive Unterstützung durch die Verwaltung.

Vor fast zehn Jahren formulierte der Kreis das ehrgeizige Ziel, im Jahr 2030 zumindest bilanziell sämtlichen Strom aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Nicht hoffen, dass andere handeln

Um das zu erreichen, reiche es jedoch nicht aus, darauf zu hoffen, dass andere handeln, teilten die Grünen mit. Faktisch stammten aktuell im Kreis Ahrweiler lediglich zehn Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Damit sei der Kreis Ahrweiler Schlusslicht in Rheinland-Pfalz.

„Um auch die restlichen 90 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen zu beziehen, bleiben noch neun Jahre“, hatte Grünen-Sprecher Wolfgang Schlagwein im Kreistag erklärt. Deshalb müsse die Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde ihren Ermessensspielraum besser nutzen „und endlich die Belange des Klimaschutzes stärker einfließen lassen“.

Die Grünen wollen sich mit diesem Thema auch im Arbeitskreis für Umwelt-, Klima- und Naturschutz auseinandersetzen, um auch dort Lösungen voranzutreiben, die Naturschutz und Erneuerbare Energien zusammenbringen, erklärte die Öko-Partei. „Wer will, findet Lösungen. Wer nicht will, findet Gründe“, ist sich die Kreistagsfraktion der Grünen sicher.

Man müsse sich nicht weit vom Kreis Ahrweiler entfernen, um an den vielen Windenergieanlagen in Rheinland-Pfalz zu erkennen: Der Bau solcher Anlagen sei machbar. Die zahlreichen, in der Kreistagssitzung von der Kreisverwaltung angeführten Hindernisse seien also offenbar überwindbar. „Sie kaschieren vielmehr den fehlenden Willen der zuständigen Verwaltung und den bis zur Kommunalwahl 2019 fehlenden Willen der politischen Mehrheit“, führten die Grünen aus. frv