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Arbeiten am Sportplatz in Heimersheim: In Heimersheim entsteht ein Sportzentrum

Arbeiten am Sportplatz in Heimersheim : In Heimersheim entsteht ein Sportzentrum

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler investiert 1,176 Millionen Euro in den Sportplatz Heimersheim. Örtliche Vereine sind bei der Finanzierung mit im Boot.

Die Bauarbeiten für den neuen Sportplatz in Heimersheim laufen. Dabei wird der bisherige Tennenplatz komplett umgebaut in einen Kunstrasen-Fußballplatz, einen Kunstrasen-Bolzplatz und eine 100-Meter-Tartan-Laufbahn mit integrierter Sprunggrube. Zudem wird auf Wunsch des TV 08 Heppingen auch eine Kugelstoßanlage errichtet. Gleichzeitig wird die Einzäunung der neuen Situation angepasst und der Platz erhält eine moderne LED-Trainingsbeleuchtung.

„Mit dem seit Längerem geplanten Umbau wird die gesamte Sportanlage erheblich aufgewertet“, so der Leiter der kreisstädtischen Abteilung Generationen und Sport, Gregor Terporten, der die Maßnahme zusammen mit dem beauftragten Planungsbüro begleitet.

Auch der Bolzplatz erhält einen Kunstrasenbelag

Nicht nur der Schul- und Vereinssport profitiert laut Terporten von der Maßnahme. Direkt vor dem neuen mit Sand- und Korkgranulat verfüllten 100 mal 60 Meter großen Kunstrasen-Sportplatz entsteht ein neuer Bolzplatz mit einer Größe von 50 mal 30 Metern.

„Die Verwendung von Korkgranulat als Füllmaterial dient als ökologische Alternative zum Gummi- oder Kunststoffgranulat, das bisher oftmals beim Bau von Kunstrasenplätzen verwendet wurde“, erläutert Terporten.

Auch der Bolzplatz werde mit einem neuen, in diesem Fall rein sandverfüllten, Kunstrasenbelag ausgestattet. Dadurch, dass nach der Baumaßnahme der ehemalige Bolzplatz gegenüber der Sportanlage zur Refinanzierung verkauft wird, zieht auch die vorhandene Streetballanlage auf das neue Areal um. Der Stadtrat hat hierzu bereits einen entsprechenden Bebauungsplan beschlossen.

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler als Eigentümer und Bauträger rechnet aktuell mit Gesamtkosten in Höhe von rund 1,176 Millionen Euro. Daran beteiligt sich das Land Rheinland-Pfalz mit einem Zuschuss von insgesamt 216 000 Euro.

Aber auch die Vereine sind mit im Boot. Denn eine weitere Kostenbeteiligung erfolgt durch die SG Landskrone und den TV 08 Heppingen. Verantwortliche beider Vereine haben bei einer Baustellenbesichtigung eine Vereinbarung zur Kostenbeteiligung unterzeichnet. Damit leistet die SG Landskrone mit einer Eigenbeteiligung von 100 000 Euro einen großen Beitrag für das neue Sportzentrum. Der TV 08 Heppingen beteiligt sich mit 60 Prozent, respektive maximal 7000 Euro, an der vom Verein gewünschten Kugelstoßanlage.

Sportler haben lange für den Umbau gekämpft

„Dass sich beide Vereine an der Finanzierung der Anlage beteiligen und dies auch in genannter Höhe bewerkstelligen können, zeigt, dass das Vereinsleben in und um Heimersheim wertgeschätzt wird und die Erneuerung des Geländes als eine sinnvolle Investition in die Zukunft der östlichen Stadtteile angesehen wird“, sagte der Erste Beigeordnete, Peter Diewald, der sich zusammen mit Bürgermeister Guido Orthen und dem stellvertretenden Heimersheimer Ortsvorsteher, Karl-Heinz Kettel, ein Bild auf der Baustelle machte.

„Wir haben lange für den Umbau des Sportplatzes gekämpft“, zeigt sich der Vorsitzende der SG Landskrone, Daniel Hanisch, zufrieden über den Baubeginn. „Wir sind der Stadt dankbar, dass das Projekt nun in Angriff genommen wird. Vor allen Dingen danke ich der Bevölkerung und ortsansässigen Firmen für ihre Unterstützung. Ohne deren Spenden hätte sich der Verein nicht in dieser Größenordnung beteiligen können.“

Auch Siegfried Schmidt, Vorsitzender des TV 08 Heppingen, zeigte sich als weiterer Nutzer des Sportplatzes erfreut, dass der Stadtrat zugestimmt hat, die neue Anlage auf Wunsch des Vereins zusätzlich mit einer Kugelstoßanlage auszustatten.

„Mit Blick auf das Gesamtareal, das das neu gestaltete Sportgelände, den angrenzenden Großspielplatz, die Grundschule an der Landskrone, die städtische Kita Sterntaler sowie die Landskroner Festhalle umfasst, sind hier in Heimersheim nun optimale Rahmenbedingungen für Familie, Sport und Vereine entstanden“, ist Orthen zufrieden.