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Katastrophenschutz: Katastrophenwarnungen werden künftig über das Navi ausgespielt

Katastrophenschutz : Katastrophenwarnungen werden künftig über das Navi ausgespielt

Eine neue Technologie ermöglicht künftig Alarmierungen im Katastrophenfall über Navigationsgeräte im Auto. Damit kann der Warnmittel-Mix um eine neue Komponente erweitert werden.

Die Schwächen der Katastrophenwarnungen wurden in der Flutnacht vom 14. Juli nur allzu deutlich. Es ist die Aufgabe des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), den in Deutschland bestehenden Warnmittel-Mix auszubauen, um in Gefahrenlagen so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Ein wichtiges Instrument sei dabei die Erschließung innovativer Warnkanäle, so eine aktuelle Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler. Mit der Einführung eines neuen Dateiformates, des sogenannten „TPEG“-Formats, könnten Warnmeldungen künftig direkt über das Navigationssystem in Farzeugen ausgespielt werden.

„Im Ernstfall ist es wichtig, so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zu erreichen – das haben wir aus der Katastrophe gelernt. Jedes Hilfsmittel, das dabei helfen kann, ist daher zu begrüßen und ein Baustein im Katastrophenschutz insgesamt“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

Auch Katastrophenwarnungen werden in meheren Sprachen eingespielt

„TPEG“ steht für Transport Protocol Experts Group und wird bereits von vielen Herstellern in ihren Fahrzeugen verbaut. Mithilfe dieser Technologie könne bislang beispielsweise Stauwarnungen und Verkehrsmeldungen direkt in das Navigationssystem des Autos eingespielt werden. Mit der neuen Entwicklung „TPEG2-EAW“ (EAW = Emergency Alerts and Warnings) sollen in Zukunft neben Verkehrsinformationen auch offizielle Warnmeldungen, zum Beispiel über Unwetter oder Waldbrände, direkt auf das Navi gesendet werden können.

Die TPEG2-EAW-Warnungen können sowohl über DAB+ als auch über mobile Internetkanäle verbreitet werden; die Informationen erfolgen in mehreren Sprachen.

(ga)