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Bürger gründen Trägerverein für die Wendelinusstube: Koisdorfer zeigen Gemeinschaftsgeist

Bürger gründen Trägerverein für die Wendelinusstube : Koisdorfer zeigen Gemeinschaftsgeist

Karl-Heinz Arzdorf, Ortsvorsteher von Koisdorf, sprach von einem "Kraftakt für das Dorf", von einer Herausforderung und von einem "ganz besonderen Tag für unseren Ort": Nach langer Vorarbeit war es am Freitagabend gelungen, einen "Trägerverein Dorfgemeinschaftshaus Wendelinus Koisdorf" zu gründen.

Die agile Dorfgemeinschaft nimmt nun die Unterhaltung und Nutzung der verwaisten Wendelinusstube - einst Kneipe mit Saal und Treff - selbst in die Hand, um sich für Feste und Veranstaltungen eine Heimstatt zu schaffen. Arzdorf kann sich dabei auf eine intakte Gemeinde verlassen: Zur Gründungsversammlung waren 55 Koisdorfer gekommen. "Wir werden zeigen, dass Koisdorf so etwas kann", versprach der vom Engagement seiner Mitbürger sichtlich angetane Ortsvorsteher.

In Gegenwart der Ersten Beigeordneten Charlotte Hager und Mitbürger und Ex-Rad-Star Rudi Altig wurde die Vereinssatzung verabschiedet, in der die Aufgabenstellung des Vereins klar umrissen ist: Die Wendelinusstube, die im August von der Stadt Sinzig gekauft wurde, soll für das Gemeinschaftsleben hergerichtet, unterhalten und Vereinen oder Mitbürgern für Feiern und gesellige Anlässe zur Verfügung gestellt werden. Wirtschaftliche Interessen gibt es dabei nicht.

Willi Engel wurde zum ersten Vereinsvorsitzenden gewählt, an seiner Seite agieren im geschäftsführenden Vorstand Hans-Peter Knops, Willi Arzdorf, Johannes Schuld und Susann Pohlmann. Eine große Schar - insbesondere Handwerker - erklärte sich ohne langes Zögern bereit, als "Objektwarte" mitzuwirken.

Auf sie kommt nun die meiste Arbeit zu: Zwar ist das Gebäude inzwischen besenrein, jedoch gibt es viel zu tun. Schließlich will man Karneval bereits in der neuen Wendelinusstube feiern können, spätestens aber den Maiball. Elektroarbeiten, Anstriche und Auffrischungen stehen an. Arzdorf: "Wir packen das."