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Festakt in Budenheim: Landespreis für die Synagoge

Festakt in Budenheim : Landespreis für die Synagoge

"Wir schätzen das sehr, sehr. Wir werden in Israel darüber berichten." Das sagte vor genau drei Jahren in der ehemaligen Synagoge von Niederzissen Sara Berger dem GA.

Die heute 70-Jährige aus einer Kleinstadt zwischen Tel Aviv und Haifa war extra aus Israel zur Einweihung der Erinnerungs- und Begegnungsstätte in dem einstigen Gotteshaus angereist.

Die Ortsgemeinde Niederzissen hatte gemeinsam mit dem Heimat- und Kulturverein des Ortes in den beiden Jahren zuvor der Synagoge, in der über Jahrzehnte hinweg eine Schmiede untergebracht war, zu neuem Glanz verholfen.

Das wurde am Montagabend gewürdigt. Die ehemalige Synagoge in Niederzissen und das Forum Alte Post in Pirmasens sind Gewinner des Denkmalpreises Rheinland-Pfalz der Sparkassen. Insgesamt wurden beim Festakt in Budenheim bei Mainz sechs Preise vergeben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 2500 Euro dotiert.

Die ehemalige Synagoge im Brohltal holte den Preis in der Kategorie "Unbewohntes Denkmal" ab. Die Jury lobte die Restaurierung des Gebäudes.

Das freute in Bubenheim nicht nur Richard Keuler, der als Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Initiator des Projektes und mit komplettem Vorstand und den ehrenamtlichen Helfern angereist war.

"Der Dank für das ehrenamtliche Engagement der Leute, die Hunderte freiwilliger Stunden in der Synagoge gearbeitet haben, das war uns das Wichtigste", sagte Keuler am Dienstag dem GA. Ingesamt wurden für die Sanierung der ehemaligen Synagoge 370.000 Euro aufgewendet. Daran haben sich auch Land und Kreis beteiligt. Eigentümer des Gebäudes ist die Ortsgemeinde.

Keuler: "Uns freut der Preis besonders, weil wir auf Landesebene gegen Großprojekte wie den Vogtshof in Hachenburg angetreten sind." Zum Tross der Niederzissener Delegation gehörten auch Brohltal-Bürgermeister Johannes Bell, Ortsbürgermeister Rolf Hans sowie die Landtagsabgeordneten Horst Gies und Guido Ernst.