Innenministerium will Coworking-Spaces bauen Landkreis Ahrweiler soll ein Dorf-Büro erhalten

KREIS AHRWEILER · Das Innenministerium ermutigt die Gemeinden des Kreis Ahrweiler sich für das Projekt „Dorf-Büros“ zu bewerben. Diese Coworking-Spaces sollen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und dem Wiederaufbau im Flutgebiet beitragen.

 Gerade für Familien, die sich noch im Wiederaufbau befinden, sollen die „Dorf-Büros“ eine Zeiteinsparung durch den Wegfall von Pendlerstrecken bringen.

Gerade für Familien, die sich noch im Wiederaufbau befinden, sollen die „Dorf-Büros“ eine Zeiteinsparung durch den Wegfall von Pendlerstrecken bringen.

Foto: Martin Gausmann

Das Innenministerium Rheinland Pflalz habe die Gemeinden im Landkreis Ahrweiler aufgerufen, sich um die Einrichtung des Dorf-Büros zu bewerben, so eine aktuelle Pressmitteilung. Betreut wird das Modellprojekt von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz. Bei den Dorf-Büros handelt es sich um Gemeinschaftsbüros, sogenannte Coworking Spaces, in ländlich geprägten Regionen.

Pendlern aus der Flutregion solle so ermöglicht werden, sich lange Pendelwege zu sparen und stattdessen wohnortnah zu arbeiten. „Das ist insbesondere vor dem Hintergrund wertvoll, dass viele Menschen im Ahrtal neben ihrer Erwerbsarbeit mit dem Wiederaufbau ihrer persönlichen Häuser und Wohnungen beschäftigt sind. Zudem befinden sich viele Verkehrswege in der Region noch im Wiederaufbau. Durch das Dorf-Büro können die Menschen eine Menge Zeit sparen“, sagte Innenminister Roger Lewentz laut Mitteilung.

In einem Dorf-Büro können zeitlich flexibel einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume gebucht werden. Sie werden von Privatleuten, Unternehmen oder auch Vereinen genutzt. Auf lange Sicht könne aus ihnen auch ein Treff- und Ortsmittelpunkt entstehen. Seit 2019 sind bereits acht Dorf-Büros in Rheinland-Pfalz entstanden.

„Das Einzige was wirklich grundlegend wichtig ist, ist eine sichere Internetverbindung. Dann kann das Dorf-Büro ein professioneller Ersatz für die Arbeit im Homeoffice oder im Büro sein und den Ort beleben. Gleichzeitig kann es ein gutes Angebot für die Bürgerinnen und Bürger sein, Beruf und Familie oder Ehrenamt miteinander zu vereinbaren“, sagte Rainer Zeimentz, Vorstand der Entwicklungsagentur.

Ortsgemeinden können sich mit Unterstützung ihrer Verbandsgemeinde bewerben. Unterlagen zur Bewerbung, Informationen zum Ablauf und der Zeitplan sind auf www.dorfbueros-rlp.de zu finden.

(rms)