Backesverein der Ahrweiler Niederhut: 34 Kinder backen Plätzchen

Backesverein der Ahrweiler Niederhut : 34 Kinder backen Plätzchen

Es duftete nach Weihnachtsplätzchen, gebacken aus einem Zimt-Plätzchenteig und mit allerlei weiteren Naschwerk verziert. Eigentlich in der Vorweihnachtszeit ein Szenario in vielen Haushalten. Der Duft kam am Samstagmorgen in Ahrweiler aber aus dem Backes der Niederhut, erstellt wurde das Weihnachtsgebäck in erster Linie von Kindern.

Beim Backesverein der Niederhut um den Vorsitzenden Heike Graf wurde die gern besungene Weihnachtsbäckerei für 34 Kinder Wirklichkeit. "Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei", heißt es in besagtem Kinderlied. Und genau so sah es in eben dieser Bäckerei am Samstag auch aus, vor allen Dingen Mehl verbreitete sich nicht nur über die Tische, sondern auch über Boden, Wände und Klamotten.

"Macht aber nix", werden sich die kleinen Bäcker, allesamt mit einer weißen Bäckermütze auf dem Kopf, gedacht haben. Denn nicht nur sie hatten einen Heidenspaß. Auch die Mitglieder des Backesvereins, die mitsamt einigen Müttern mitten im Geschehen präsent waren, hatten ihre helle Freude an diesem Kinder-Event.

Fachmännischen Rat gab es von Bäckermeister Hilmar Heinrich, der schon einmal rund 30 Kilogramm Plätzchenteig vorgefertigt hatte und der auch fleißig mit anpackte. Es ging buchstäblich zur Sache. Teig wurde mit großen und kleinen Rollen ausgerollt, mittels unzähliger Plätzchenformen wurden Sterne, Weihnachtsbäume oder Nikoläuse ausgestochen und dann behutsam auf die Backbleche gelegt. Mit denen ging es ein Stockwerk tiefer, wo der Backesverein schon den schweren Ofen angefeuert hatte.

Hilmar Heinrich kümmerte sich dort selbst darum, dass die Plätzchen in der richtigen Zeit gebacken wurden, damit auch nichts anbrannte. Am Ende dürften es um die 50 Bleche und damit rund 3000 Plätzchen geworden sein. Nach dem Backen kamen noch Zuckerguss, Mandeln, Nüsse oder Naschperlen zum Einsatz, sofern die Plätzchen nicht schon vorher im Mund eines der Leckermäuler verschwunden waren.

Derweil wurde vor dem Backes alles für den langen Weihnachtsmarkt der Niddehöde Jonge um Schultes Tobias Maur vorbereitet. Die boten fernab vom Trubel des Mitternachtsweihnachtsmarktes ihre eigene Adventsveranstaltung. Hier gab es allerhand zu genießen, leckeren Flammkuchen aus dem Backesofen beispielsweise. Aber auch Glühwein oder Lumumba und für die Kinder Kakao und Kinderpunsch.